Keine wissenschaftliche Arbeit kommt ohne Zitate aus. Und auch wenn das Anstreichen von Zitatfehlern auf den ersten Blick für manche pingelig wirkt, gilt doch: Korrektes Zitieren ist Ausdruck wissenschaftlicher Kompetenz! Aber wie zitiere ich richtig?

In ihrem utb-Band Politikwissenschaftliche Arbeitstechniken erklären die Autoren Petra Stykow, Christopher Daase, Janet MacKenzie und Nikola Moosauer, was Zitieren genau bedeutet und wie man Fehler dabei vermeidet:

Zitieren, paraphrasieren und verweisen

»Zitieren« im weiteren Sinne umfasst drei Verfahren: Zitieren im engeren Sinne bedeutet die wörtliche, wortgetreue und durch Anführungszeichen exakt markierte, paraphrasieren die lediglich sinngemäße Wiedergabe fremder Aussagen und Argumentationsgänge. Darüber hinaus können Sie auf Literatur verweisen, weil Sie sich auf diese in einem weniger strikten Sinne gestützt haben (wenn dies der Fall ist, beginnen Sie den Literaturnachweis mit der Angabe »s.« oder »vgl.«).

Die Funktion dieser Tätigkeiten besteht darin zu belegen, woher die Informationen und Behauptungen stammen, auf die Sie in Ihrer Argumentation zurückgreifen. Das enthebt Sie der Notwendigkeit, die betreffenden Daten selbst zu erheben oder die Thesen selbst zu begründen: Die Verantwortung für die Richtigkeit des von Ihnen weiterverwendeten Materials liegt bei seinem Urheber und dessen Werk, und den Fundort dafür geben Sie überprüfbar, vollständig und korrekt in Ihrer Arbeit (als Fuß- bzw. Endnote oder/und im Literaturverzeichnis) an.

Was muss überhaupt als Zitat gekennzeichnet werden?

Zitiert werden muss jegliches fremdes Gedankengut, sofern es kein generelles oder fachliches Allgemeinwissen (»Yaoundé ist die Hauptstadt von Kamerun«) ist. Wenn Sie sich in dem Themengebiet, über das Sie schreiben, gut auskennen, werden Sie auch ein Gefühl dafür bekommen, welche Begriffe und Fakten definiert und belegt werden müssen und welche als bekannt vorausgesetzt werden können.

Wenn Sie also feststellen, dass Sie das Bedürfnis haben, buchstäblich jeden Satz in Ihrer eigenen Arbeit als Zitat, Paraphrase oder Verweis zu präsentieren, heißt dies, dass Sie noch ganz am Anfang stehen und noch nicht souverän argumentieren können. Diesem Umstand können Sie nicht dadurch Abhilfe verschaffen, dass Sie einige Literaturnachweise »einfach weglassen« – dieses Verfahren heißt plagiieren. Sie brauchen viel mehr umfangreicheres, gründlicheres und gut verstandenes Wissen über Ihren Gegenstand und die wissenschaftliche Diskussion darüber, müssen also mehr lesen und insbesondere anders lesen.

Stykow/Daase/MacKenzie/Moosauer: Politikwissenschaftliche Arbeitstechniken. S. 93


Zitieren gedruckter Dokumente

In wissenschaftlichen Arbeiten müssen alle benutzten Quellen angegeben werden, um den Charakter eines überprüfbaren Diskurses zu wahren und jeglichem Plagiatsvorwurf vorzubeugen. Es werden dabei fast immer Literaturverzeichnisse gefordert, nicht aber Bibliographien. Letztere erfassen die gesamte einschlägige Literatur zum betreffenden Thema, die sich finden ließ, während Erstere nur diejenigen Texte enthält, die man benutzt hat, um ein eigenes Werk zu verfassen – also alle Texte (und nur die), die man (im weiteren Sinne) zitiert hat.

»Amerikanische« oder »deutsche« Zitierweise?

In der deutschen Politikwissenschaft setzt sich zunehmend die sogenannte »amerikanische Zitierweise« (Harvard Citation) durch, bei welcher der Literaturverweis unmittelbar auf die zu bezeichnende Stelle im Fließtext folgt. Genannt werden dabei (in Klammern) Nachname des Autors, Erscheinungsjahr des Textes und Seitenzahl, auf die man sich bezieht, z.B. (Müller 2015: 8).

Eine andere, oft als »deutsch« bezeichnete Zitierweise, die bis heute als Standard etwa in der Geschichts- und Rechtswissenschaft gilt, verzeichnet beim erstmaligen Verweis auf eine Quelle die vollständige Fundstelle in einer Fußnote (am Ende jeder Textseite) oder in einer Endnote (am Ende des Kapitels oder der ganzen Arbeit). Bei wiederholtem Verweis wird der Autor in Verbindung mit einer Kurzangabe des Titels und der Seitenzahl zitiert. Oft wird verlangt, auch die Nummer der Fußnote zu notieren, unter der das Werk erstmals und vollständig erwähnt wurde, also: Müller, Koalitionspolitik, S. 8 (Anm. 10). (Falls in der unmittelbar folgenden Fußnote erneut auf dasselbe Werk des Autors Bezug genommen wird, wird manchmal ebd. (= „ebenda“) verwendet, also etwa 8 Müller, ebd., S. 13.)

Unseres Erachtens sollten Sie frei sein in der Wahl Ihrer Zitierweise, weil es sich um eine Geschmacksentscheidung handelt. Klären Sie jedoch, ob auch Ihre Dozenten dieser Auffassung sind oder aber genaue Vorgaben machen. Manche fühlen sich dadurch gestört, dass in der amerikanischen Zitierweise der Textfluss durch Namen und Zahlen unterbrochen wird, andere halten die deutsche Zitierweise für eine ästhetische Zumutung oder scheuen den Arbeitsaufwand, der hinsichtlich der Fußnoten üblicherweise anfällt, wenn man Textteile bei der Überarbeitung umstellt.

Ein bedenkenswertes Argument zugunsten der amerikanischen Zitierweise betrifft übrigens die Fußnoten: Hier sind sie ausschließlich für Nebengedanken, Übersetzungen, Erklärungen u. Ä. reserviert. Es werden also relativ wenige Fußnoten in einem Text anfallen. Ihre Chance, aufmerksam gelesen zu werden, ist daher im Vergleich zur deutschen Zitierweise größer, wo Fußnotengedanken im Wust der Literatur- bzw. Quellenangaben unterzugehen pflegen.

Neben der grundsätzlichen Unterscheidung in die beiden genannten Zitierstile weisen Zitiersysteme erhebliche Varianz hinsichtlich von Detailfragen – etwa der Reihenfolge der Angaben und der Zeichensetzung – auf.

Stykow/Daase/MacKenzie/Moosauer: Politikwissenschaftliche Arbeitstechniken. S. 92


Der Sinn von Zitiersystemen

Wichtig ist es, die Grundprinzipien von Zitiersystemen zu verstehen: Warum ist ihre Gestaltung überhaupt der Rede wert? Zwar wirken die Regeln, an welcher Stelle ein Komma zu setzen ist oder aber ein Punkt, auf den erschöpften Autor, der seiner Arbeit den letzten Schliff gibt, wie bösartige Schikane, sie haben aber einen Sinn:

Überprüfbarkeit von Quellen

Sie sollen erstens sichern, dass Quellen, die Sie verwenden, eindeutig identifiziert und nachgeprüft werden können. Dadurch ist es möglich, den Diskurs zu rekonstruieren, in dem Sie sich bewegen, und Ihre Arbeit lässt sich als dessen Bestandteil verorten. Deshalb enthalten alle Systeme, in welcher Form auch immer, mindestens Informationen über den Autor (Name und Vorname), den Titel des Werks, das Erscheinungsjahr und den Erscheinungsort. Bei Zeitschriftenaufsätzen wird das Kriterium »Erscheinungsort« durch die Angabe des Zeitschriftentitels (ohne Verlag!) und seiner Konkretisierungen, also Jahrgang (und Heftnummer) sowie Seitenzahlen, erfüllt. Die Reihenfolge dieser Angaben ist bei den verschiedenen Zitiersystemen eventuell unterschiedlich.

Sparsamkeit der Angaben

Zweitens folgen alle Zitiersysteme dem Prinzip der Sparsamkeit, das sie aber jeweils unterschiedlich interpretieren. Manche halten es beispielsweise für hinreichend, wenn der Autor mit abgekürztem Vornamen erscheint (was für »Stykow, P.« zutreffend ist, für »Schmidt, M.« aber nicht). Einige gehen davon aus, der Verlagsort indiziere gleichzeitig den Verlag, so etwa »Norderstedt« den Verlag »Books on Demand«, in dem erst dann gedruckt wird, wenn ein Kunde eine Bestellung aufgibt. Andere verlangen auch die Angabe des Verlags, denn »München« beispielsweise könnte für »C.H. Beck«, »Wilhelm Fink« oder den »Oldenbourg Wissenschaftsverlag« stehen, ganz zu schweigen von Publikumsverlagen wie »Wilhelm Heyne« und »Goldmann«, die hier ihren Sitz haben. (Bücher aus Publikumsverlagen haben übrigens in aller Regel nichts in Ihrem Literaturverzeichnis verloren, da dort weder politikwissenschaftliche Literatur verlegt wird noch Quellen ediert werden.)

Stykow/Daase/MacKenzie/Mossauer: Politikwissenschaftliche Arbeitstechniken. S. 96/97

Wie auch immer Sie sich entscheiden – Sie müssen das einmal gewählte System in Ihrem Text durchhalten und dürfen nicht mehrere kombinieren. Beachten Sie bitte, dass dies auch für scheinbare Nebensächlichkeiten gilt, also etwa für die Frage, ob Sie zwischen Nachname und Jahreszahl ein Komma und vor die Seitenzahl ein „S.“ setzen oder nicht.

Tipp

Beginnen Sie in einer frühen Phase des Schreibens damit, vollständige und korrekte Literaturangaben zusammenzutragen und zu archivieren. Entscheiden Sie sich von Anfang an für eine einheitliche Zitierweise. Falls Ihre Dozenten keine Vorschriften erlassen haben, raten wir Ihnen, sich an ein etabliertes Zitiersystem zu halten und kein neues zu erfinden. Das ist am einfachsten. Entscheiden Sie sich für eine von ihnen und achten Sie darauf, dass Sie bei der Literaturerfassung alles korrekt eingeben – dann wird der spätere Aufwand für die Erstellung des Literaturverzeichnisses minimal.


Wie zitiere ich Internet-Quellen?

Internetquellen werden im Prinzip wie gedruckte Quellen zitiert. Anstelle von Verlagsort und Erscheinungsjahr werden die zur Identifikation der Quelle erforderlichen internetspezifischen Angaben (URL und Datum) gesetzt.

Weil Internetseiten oft geändert oder aus dem Netz entfernt werden, muss auch der aktuelle Stand der Webseite (meistens unten auf der Seite als Zuletzt aktualisiert am… oder ähnlich angegeben) sowie das Datum des letzten eigenen Abrufs angegeben werden. (Manche Zitiersysteme begnügen sich übrigens mit Letzterem.)

DOI statt URL

Falls das betreffende Dokument über einen dauerhaften Indikator, also einen Permalink, ein PURL (Persistent Uniform Resource Locator) oder ein DOI (Digital Object Identifier), verfügt, verwenden Sie diesen anstelle der URL. Weil sehr lange URLs unhandlich und fehleranfällig sind, nutzen Sie kostenlose Internetdienste wie DecentURL, um Bandwurm-Links in Kurzversionen zu konvertieren.

Stykow/Daase/Mackenzie/Moosauer: Politikwissenschaftliche Arbeitstechniken. S. 99

Immer wenn Sie im Internet Dokumente finden, die auch als Printausgabe verfügbar sind, geben Sie nur die Angaben dafür an. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Sie Zeitschriftenaufsätze, die Sie aus den Elektronischen Zeitschriftendatenbanken der Bibliotheken im PDF-Format beziehen, wie Zeitschriftenaufsätze zitieren, d.h. Sie geben die elektronische Fundstelle nicht an. Das ist gerechtfertigt, weil es sich um exakte Kopien der betreffenden Dokumente mit exakten Quellenangaben handelt – nur liegen diese Kopien nicht in Papier-, sondern in elektronischer Form vor.

Manchmal werden Sie auch Dokumente aus Archiven, Protokolle von Interviews, die Sie selbst geführt haben, oder noch andere Quellen in Ihr Literaturverzeichnis aufnehmen müssen, über die wir hier nichts geschrieben haben. Orientieren Sie sich dann am besten daran, in welcher Form diese in wissenschaftlichen Texten zitiert werden, schlagen Sie in ausführlichen Zitiermanualen nach oder finden Sie eine eigenständige Lösung, die in das von Ihnen verwendete System passt.

Tipp

Ob Sie unveröffentlichte Archivdokumente oder selbst produzierte Quellen im Anhang Ihrer Arbeit publizieren sollen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Betreuer ab. In der Regel ist es ausreichend, solche Quellen bereitzuhalten und lediglich auf Nachfrage zugänglich zu machen.


Wissenschaftliches Arbeiten und Urheberrecht

Wissenschaftlich zu arbeiten bedeutet vor allem auch, verantwortlich zu arbeiten. Dazu zählen Ehrlichkeit, klare Begriffsverwendung, Übersichtlichkeit, Allgemeingültigkeit (in definierten Grenzen) und Überprüfbarkeit.

Urheberrecht

Eine besondere Pflicht bei der Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit ist das korrekte Zitieren. Übernommenes fremdes Gedankengut ist in jedem Fall – egal ob als wörtliches oder sinngemäßes Zitat – als solches kenntlich zu machen. Eigene Standpunkte und jene anderer Autoren müssen also jeweils erkennbar sein. Kurz: Jedes Zitat muss überprüfbar und einwandfrei nachvollziehbar sein.

Das Urheberrecht (1936) schützt Werke als Ganzes und in seinen Teilen als »eigentümliche geistige Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst«. (Urheberrecht, BGBl 111/1936, § 1. Abs. 1.)

Damit u. a. verbunden ist das Persönlichkeitsrecht (Schutz der Person in Bezug auf Rechtsgüter – z. B. das Recht auf Urheberbezeichnung). Für den Anwendungsbereich in einer wissenschaftlichen Arbeit bedeutet das im Besonderen, dass jedes Zitat eine Urheberbezeichnung mit ausführlicher Quellenangabe in guter Qualität aufweisen muss. Plagiate haben bereits zur Aberkennung von akademischen Titeln geführt.

Rechte und Pflichten laut Studiengesetz

Während es für Deutschland kein Bundesgesetz für die Abfassung von wissenschaftlichen Arbeiten gibt, sind die diesbezüglichen Rechte und Pflichten in Österreich im Universitäts-Studiengesetz (UniStG) geregelt. Wir haben uns entschieden, einen Auszug abzubilden, weil es zumindest Hinweise für alle Leser im deutschsprachigen Raum über rechtliche Grundlagen gibt, die es zu beachten gilt. So ist es in Österreich zum Beispiel erlaubt, die Veröffentlichung einer Diplomarbeit und Dissertation um bis zu fünf Jahre aufzuschieben, sofern rechtliche oder wirtschaftliche Gründe (z. B. bei Auftragsarbeiten für Unternehmen) gegeben sind.

Es folgt ein Auszug aus dem Bundesgesetz über die Organisation der Universitäten und ihre Studien (Universitätsgesetz 2002) in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 24/2007.

Abschnitt Bachelorarbeiten, Diplom- und Masterarbeiten sowie Dissertationen

Bachelorarbeiten
§ 80.
(1) Im Bachelorstudium sind im Rahmen von Lehrveranstaltungen Bachelorarbeiten abzufassen. Nähere Bestimmungen über Bachelorarbeiten sind im jeweiligen Curriculum festzulegen.
(2) Bei der Bearbeitung des Themas und der Betreuung der Studierenden sind die Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes, BGBl. Nr. 111/1936, zu beachten.

Diplom- und Masterarbeiten
§ 81.
(1) Im Diplom- oder Masterstudium ist eine Diplom- oder Masterarbeit abzufassen. In besonders berufsorientierten Studien ist es zulässig, im Curriculum anstelle der Diplom- oder Masterarbeit einen anderen gleichwertigen Nachweis vorzusehen. Die Abfassung als Klausurarbeit ist unzulässig. Nähere Bestimmungen über Betreuung und Beurteilung von Diplom- oder Masterarbeiten sind in der Satzung, nähere Bestimmungen über das Thema der Diplom- oder Masterarbeit sind im jeweiligen Curriculum festzulegen.
(2) Die Aufgabenstellung der Diplom- oder Masterarbeit ist so zu wählen, dass für eine Studierende oder einen Studierenden die Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten möglich und zumutbar ist.
(3) Die gemeinsame Bearbeitung eines Themas durch mehrere Studierende ist zulässig, wenn die Leistungen der einzelnen Studierenden gesondert beurteilbar bleiben. Erfordert die Bearbeitung eines Themas die Verwendung der Geld- oder Sachmittel von Einrichtungen der Universität, so ist die Vergabe nur zulässig, wenn die Leiterin oder der Leiter dieser Einrichtung über die beabsichtigte Vergabe informiert wurde und diese nicht binnen eines Monats wegen einer wesentlichen Beeinträchtigung des Lehr- und Forschungsbetriebes untersagt hat.
(4) § 80 Abs. 2 gilt auch für Diplom- und Masterarbeiten.

Dissertationen
§ 82.
(1) Im Doktoratsstudium ist eine Dissertation abzufassen. Nähere Bestimmungen über Betreuung und Beurteilung von Dissertationen sind in der Satzung, nähere Bestimmungen über das Thema der Dissertation sind im jeweiligen Curriculum festzulegen.
(2) § 80 Abs. 2 und § 81 Abs. 3 gelten auch für Dissertationen.

Einsicht in die Beurteilungsunterlagen
§ 84.
(1) Wenn die Beurteilungsunterlagen (insbesondere Gutachten und Korrekturen von künstlerischen Arbeiten) den Studierenden nicht ausgehändigt werden, hat das für die studienrechtlichen Angelegenheiten zuständige Organ sicherzustellen, dass diese mindestens sechs Monate ab der Bekanntgabe der Beurteilung aufbewahrt werden.
(2) Der oder dem Studierenden ist Einsicht in die Beurteilungsunterlagen zugewähren, wenn sie oder er dies innerhalb von sechs Monaten ab Bekanntgabe der Beurteilung beantragt. Die oder der Studierende ist berechtigt, von diesen Unterlagen Fotokopien anzufertigen.

Anerkennung von Diplom- und Masterarbeiten sowie künstlerischen Diplom- und Masterarbeiten
§ 85.
Diplom- oder Masterarbeiten oder künstlerische Diplom- oder Masterarbeiten, die an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung positiv beurteilt wurden, sind von dem für die studienrechtlichen Angelegenheiten zuständigen Organ auf Antrag anzuerkennen, wenn sie den Anforderungen einer Diplom- oder Masterarbeit oder künstlerischen Diplom- oder Masterarbeit entsprechen.

Veröffentlichungspflicht
§ 86.
(1) Die Absolventin oder der Absolvent hat die positiv beurteilte Diplom- oder Masterarbeit, Dissertation oder künstlerische Diplom- oder Masterarbeit oder die Dokumentation der künstlerischen Diplom- oder Masterarbeit durch Übergabe an die Bibliothek der Universität, an welcher der akademische Grad verliehen wird, zu veröffentlichen. Die Absolventin oder der Absolvent hat vor der Verleihung des akademischen Grades jeweils ein vollständiges Exemplar der positiv beurteilten Diplom- oder Masterarbeit, Dissertation oder künstlerischen Diplom- oder Masterarbeit oder die Dokumentation der künstlerischen Diplom- oder Masterarbeit abzuliefern. Von der Veröffentlichungspflicht ausgenommen sind die wissenschaftlichen Arbeiten oder deren Teile, die einer Massenvervielfältigung nicht zugänglich sind. Die positiv beurteilte Dissertation ist überdies durch Übergabe an die Österreichische Nationalbibliothek zu veröffentlichen.
(2) Anlässlich der Ablieferung einer wissenschaftlichen oder künstlerischen Arbeit ist die Verfasserin oder der Verfasser berechtigt, den Ausschluss der Benützung der abgelieferten Exemplare für längstens fünf Jahre nach der Ablieferung zu beantragen. Dem Antrag ist vom für die studienrechtlichen Angelegenheiten zuständigen Organ stattzugeben, wenn die oder der Studierende glaubhaft macht, dass wichtige rechtliche oder wirtschaftliche Interessen der oder des Studierenden gefährdet sind.

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