Der Soziologe und utb-Autor Harmut Rosa sprach mit Franziska Schubert von der Frankfurter Rundschau über die mangelnde Zeit und die zunehmende Beschleunigung.

Wir haben immer weniger Zeit, obwohl wir durch moderne Technologien immer mehr Zeit einsparen. Die Zeit die wir einsparen reicht jedoch nicht aus, um  unsere sich immer schneller füllenden To-do-Listen abzuarbeiten.

Ohne Wachstum, so Harmut Rosa, könne unsere Wirtschaft und unser Sozialstaat nicht existieren. Wir seien daher gezwungen mitzuhalten.

Der Soziologe ist sicher, dass sich dieser Prozess nicht unendlich steigern lässt. Es gäbe eine materielle und ökologische Grenze. Die Natur sei nicht in der Lage die von uns benötigten Rohstoffe nachzuliefern und die Emissionen zu verarbeiten. Auch die Ökokrise sei daher eine Beschleunigungskrise. Im Alltag könne man durchaus versuchen die Steigerungslogik zu durchbrechen, indem man z.B. bei der Wahl des Jobs mehr auf Lebensqualität statt auf Gehalt und Status achte.

Harmut Rosa spricht sich für weniger Wettbewerb aus, da Wettbewerb immer Steigerungszwang und weniger Zeit bedeute. Ruheräume wie Sonntage und Feiertage sollten unter allen Umständen beibehalten werden.

Unser Leben gelingt aber erst, wenn wir uns von Dingen, Natur oder Menschen berühren lassen und uns dadurch verwandeln. (Hartmut Rosa)

Quelle: Frankfurter Rundschau, Franziska Schubert

 

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