Mancher, der in jungen Jahren aus privaten Gründen sein Studium nicht zu Ende führen könnte, hadert später mit der Entscheidung zum Studienabbruch. Die Scheu ein Studium wieder aufzunehmen, das vielleicht vor Jahrzehnten beendet wurde, ist hoch. Werden die früher erbrachten Leistungen nach so langer Zeit überhaupt noch anerkannt?

Um Gewissheit zu haben muss man sich mit seinen Leistungsnachweisen im Gepäck, beim Prüfungsamt der jeweiligen Universität oder Hochschule erkundigen. Manche Institute archivieren die Nachweise ihrer Studierenden, so dass fehlende Schein eventuell wiederbeschafft werden können.

Die Studienberatung der gewünschten Hochschule informiert darüber ob es den Studiengang in der damaligen Form noch gibt. Sie sichtet und bewertet die bisher erbrachten Studienleistungen und stuft den Bewerber in das entsprechende Fachsemester ein. Danach folgt der Gang zum Prüfungsamt. Im Prüfungsamt wird Kontakt zu den Dozenten aufgenommen und der Leistungsstand eingeschätzt.

Ist die Einstufung des Prüfungsamtes erfolgt, können die Interessenten danach die Zulassung zum Studium beantragen.

Peter Piolot utb-Autor und Studienberater an der Universität Köln  warnt vor zu hohen Erwartungen. Viele Studiengänge seien zulassungsbeschränkt und Personen die älter als 55 Jahre seien, könnten in Bayern und Köln keinen zulassungsbeschränkten Studiengang  im ersten Fachsemester wieder aufnehmen. Auch könne jemand der die Hochschule ohne Abschlussverlassen habe, nicht mit dem Masterstudium einsteigen. Generell schade es nicht, sich an mehrere Prüfungsämter zu wenden, rät Peter Piolot.

Quelle: sueddeutsche.de

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