Norbert Kutschera und utb-Autor Ewald Kiel erklärten bei ihrem Vortragabend unter dem Motto „Erfolgreich! Haltung und Werte (vor)leben“, wie Werte und Normen zum Erfolg beitragen und so auch für Unternehmen als Teil der Firmenphilosophie immer wichtiger werden.

Ewald Kiel hat mit Wirtschaft eher wenig zu tun. Kiel ist Lehrstuhlinhaber für Schulpädagogik an der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er bildet Lehrer aus und beschäftigt sich mit der Professionalisierung von Lehrkräften. So war auch der Inhalt seines Vortrags eher pädagogisch-psychologisch ausgerichtet.

Anhand von drei Leitfragen als roter Faden erklärte er sein Konzept.

Was ist Erfolg überhaupt und wie kann man ihn definieren? Als Beispiel brachte Kiel eine Figur der griechischen Philosophie – Sisyphos – der laut Kiel der erfolgloseste Mensch der Welt sei. Die Strafe von Sisyphos bestand darin, einen Stein einen steilen Hang hinaufzurollen, doch er war dazu verdammt, dass ihm der Stein kurz vor dem Ziel – also dem Gipfel – immer wieder entglitt und er von vorn anfangen musste. So ist Sisyphosarbeit heute auch synonym für eine schwere Tätigkeit ohne ein absehbares Ende, also ohne absehbaren Erfolg. Kiel sagt, man müsse Dinge operationalisieren, um zu sehen, ob man sie erreichen könne. Ziele müssen klar definiert und auch für einen selbst erreichbar sein.

Welche Individuen haben überhaupt Erfolg? Kiel meint, man habe selbst das Gefühl, etwas schaffen zu können, wenn man es zuvor vorhersagen, erklären und beeinflussen kann. Leute, die weniger grübeln, die sich nicht sozial abkapseln und die sich entspannen könnten, hätten mehr Situationskontrolle. Erfolg hängt also davon ab, wie man mit normativen Vorgaben umgeht – man braucht Selbstwirksamkeit, die richtigen Bewältigungsstrategien und Kontrollüberzeugungen.

Wie kann man Erfolgsorientierung erlangen und vermitteln? Für die Beantwortung dieser Frage wandte sich Kiel an das Prinzipienmodell der Führung und Motivation von dem Psychologen Dieter Frey. In diesem Modell wird die Verbindung von Leistung und Menschlichkeit, Exzellenz und Respekt/Wertschätzung priorisiert. Unter anderem beinhaltet dieses Modell die Prinzipien Visionsvermittlung, Fairness und Autonomie. Laut Kiel sind diese Voraussetzungen wichtig, um erfolgreich zu werden und Erfolg zu vermitteln.

Quelle: sueddeutsche.de

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