Wie gehen Eltern damit um, ihr Kind zu verlieren? Der utb-Autor, Palliativmediziner und Kinder- und Jugendpsychiater Christoph Student sprach mit Markus Brauer von der Stuttgarter Zeitung.

Der Schmerz beim Verlust eines Kindes, so der Mediziner, sei unermesslich. Es sei wichtig, dass die Eltern ihren Schmerz ausdrücken könnten. Eines der besten und häufigsten Ventile sei die Wut. Diese könne sich gegen alles Mögliche richten. Es helfe den Betroffenen diese Wut herauslassen zu können. Frauen und Männer würden sehr unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen. Für eine Paarbeziehung sei ein solches Unglück daher eine enorm belastende Situation.

Die Trauer um ein verlorenes Kind könne über viele Jahre gehen, sagt Christoph Student. Die Intensität nähme dabei vielleicht ab. Die Trauer könne aber je nach Situation wieder hochkommen.

Therapeuten seien nur begrenzt in der Lage diesen Eltern zu helfen, so Student. Wichtig sei es, die Eltern darin zu bestärken, dass all ihre Gefühle normal seien und sie dazu zu ermutigen ihre Gefühle auszudrücken. Nicht vergessen werden dürften, falls vorhanden, die Geschwisterkinder. Auch ihnen müsste beigestanden werden.

Quelle: stuttgarter-zeitung.de, Markus Brauer

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