Die Neue Westfälische Zeitung sprach mit Prof. Dr. Eiko Jürgens von der Universität Bielefeld über die anstehenden Schulempfehlungen für Viertklässler und wie man sein Kind bei der Schulwahl unterstützen kann. Die Empfehlung der Lehrer sei lediglich eine Prognose, die auf den bisherigen Beobachtungen und erbrachten Leistungen basiere, sagt Jürgens im Interview. Aus entwicklungspsychologischer Sicht sei der Zeitpunkt sehr ungünstig, da viele Kinder in der fünften, sechsten Klasse nochmal einen deutlichen Entwicklungsschritt machen würden. Für die Schulleistung sei die Qualität des Unterrichts am wichtigsten. Macht der Unterricht einem Kind Spaß und es erkennt den Sinn des Lernens, wird es freiwillig lernen.

Bei den anstehenden Besuchen in den weiterführenden Schulen, sollte man sich unbedingt gemeinsam mit dem Kind ein Bild machen. Was steckt hinter dem Schulprofil, welche Projekte und Schwerpunktklassen gibt es? Eine gute Schule, so Jürgens verfügt über gerechte, fachlich kompetente Lehrer, die für ihr Fach begeistern können. Wichtig ist zudem ein respektvolles Miteinander und eine angstfreie Lernatmosphäre. Nur Kinder, die sich sicher fühlten, so Jürgens, könnten etwas leisten. Eine hohe Leistungsanforderung mit entsprechender Förderung sei ebenfalls wesentlich für eine gute Schule.
Damit das Kind mit einer positiven Grundeinstellung in der neuen Schule starten könne, solle man bei der Schulwahl auf sein Kind hören und die Vorlieben des Kindes in den Vordergrund stellen. Gerade am Anfang sei es zudem wichtig, den Kindern auch ausreichend Entspannungs- und Freizeitphasen einzugestehen.

Quelle: Neue Westfälische Zeitung, Ivonne Michel

Prof. Dr. Eiko Jürgens lehrt Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der Universität Bielefeld.

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