Obwohl der Einstieg in die Berufswelt manchen Geisteswissenschaftlern Schwierigkeiten bereitet, finden die meisten innerhalb kurzer Zeit einen Job.

Geisteswissenschaftler beschäftigen sich mit kulturellen, sprachlichen, sozialen und historischen Phänomenen der Gesellschaft. Die Geisteswissenschaften stellen Wissen über unsere Welt her, bewahren und deuten es. Eine Leistung, die für die Entwicklung unserer Gesellschaft unverzichtbar ist. Der utb-Autor Walter Leimgruber, Prof. der Kulturwissenschaft und Europäischen Ethnologie, sieht die Aufgabe der Geisteswissenschaften darin „der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, in welchem sie sich in ganz vielen Facetten betrachten kann. Diesen Blick in den Spiegel brauchen wir: Denn nur so können wir uns vergewissern, wer wir sind und wo wir stehen.“

Studierende der Geisteswissenschaften lernen während ihres Studiums wie man Texte deutet, Bilder interpretiert, Befragungen durchführt, Daten aufbereitet und dadurch Antworten findet. Geisteswissenschaftler arbeiten nach Ihrer Ausbildung z. B. in Archiven, Schulen oder der Medienbranche. Viele Firmen stellen Geisteswissenschaftler aufgrund Ihrer kommunikativen Fähigkeiten ein. Laut Walter Leimgruber werden sie vor allem auch dort benötigt, wo viele Spezialisten aufeinandertreffen, zum Beispiel in Thinktanks oder bei der Koordination von Forschungsteams.

Geisteswissenschaftler sind mitunter Querdenker. In der Geschichte habe es immer wieder Geisteswissenschaftler mit provozierenden Ideen gegeben, welche jedoch für die gesellschaftliche Entwicklung wegweisend waren, so Walter Leimgruber.

Quelle: eduwo.ch, Stephanie Kirchmayr

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