Vinzent Piechaczek ist Priesteramtskandidat und Theologiestudent. Vor seinem Studium war er Gesundheits- und Krankenpfleger, B.Sc. (Advanced Nursing Practice). Ein junger Mensch, der in seinem „ersten Leben“ praktische Erfahrungen mit dem Tod gesammelt hat und sich nun im Rahmen seines Studiums wieder damit auseinandersetzt? Das klingt interessant, finden wir. Und haben nachgefragt. Hier schreibt er als Gastautor für unseren Blog über den Tod:

Leben, Sterben und Tod gehören zum menschlichen Leben und sind in der Welt allgegenwärtig. Es ist ein Phänomen, dem sich der Mensch nicht entziehen kann. Doch wie soll der Mensch damit umgehen?
Nicht nur als Theologiestudent setzte ich mich mit dem Sterben und Tod auseinander, sondern die Ambivalenz von Leben und Tod habe ich auch oft in meinem Alltag als Gesundheits- und Krankenpfleger erfahren, zuletzt auf einer Wachstation (IMC). Da können Minuten über Leben oder Tod entscheiden. Oder es werden auch Stunden oder Tage, wenn der Mensch im Kampf mit der Krankheit oder in seinem lebensbedrohlichen Zustand um das Leben ringt, den Kampf verliert und stirbt. Auch die beste Apparatemedizin kann den Menschen nicht ins Leben zurückholen.

Auf der einen Seite habe ich den Tod als dramatisch, plötzlich, radikal und existentiell verändernd erfahren. Dabei habe ich Menschen vor Augen, denen wir als medizinisches Personal im Team, trotz raschen Eingreifens (zum Beispiel bei einer Reanimation) und der hochmodernen Apparatemedizin nicht mehr helfen konnten. Und dann die Angehörigen auffangen sollten und durften. Andererseits habe ich Erfahrungen machen dürfen, wie sich Menschen ganz bewusst auf ihr Sterben und ihren Tod vorbereitet haben. Diese Zuversicht und innere Gelassenheit haben mich tief beeindruckt. Oft waren es Situationen, in denen es absehbar war, dass es dem Lebensende zugeht; zum Beispiel im Endstadium einer unheilbaren Krankheit. Die Begleitung des sterbenden Menschen, aber auch seiner Angehörigen.

Im Rückblick bin ich dankbar, für die Erfahrungen, Begegnungen mit dem Tod. Ich weiß, der Tod ist für mich als Mensch und Christ nicht das Letzte. Als Christ habe ich die Hoffnung, dass im Tod das NEUE LEBEN bei Gott beginnt und vollendet wird. Und diese Hoffnung habe ich auch versucht den sterbenden Menschen mitzugeben.

Das Buch „Tod“ von Ulrich Volp ist für jeden zu empfehlen, der sich diesen Fragen stellen und eine erste Orientierung finden möchte: Was ist der Tod für mich? Wie stehe ich dazu? Dies gilt auch für (angehende) Theologen und Theologinnen.

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1 Kommentar zu Tod

  1. goldfinger sagt:

    An Ostern feiern wir Christen die Wiederauferstehung Jesu Christi, das höchste Kirchenfest der Christen. Unglaublich, was da passierte. Ein Mensch wird hingerichtet und kommt wiedererweckt nach drei Tagen vom Tod zurück, irgendwie verrückt, der Vorgang ist viel bezeugt und konnte noch nie widerlegt werden. Es war die Absicht Gottes zu beweisen, daß der Tod nicht das finale Ende des Menschseins bedeutet. Und jetzt komme ich auf Ihre Frage an Veronika zurück: „Könnten Sie mir – im Zweifelsfall – einen evidenten und für mich vorteilhaften Grund für den Glauben an eine höhere Entität nennen? „ Für Menschen, die nicht glauben, daß es Gott gibt, der fürchtet nach dem Ableben Finsternis und Aus, schlicht und ergreifend den Verlust aller irdischen Genüsse: Ende ! Das sind doch triste Aussichten. Der gläubige Christ erfährt den Vorteil gegenüber dem Atheisten, daß er, seine Seele, sein Verstand, was organisch nicht greifbar ist, aber durch das christliche Verständnis über die Existenz des Heiligen Geistes ( das ist in Dir wenn du denkst, neurologisch meßbar, aber unsichtbar ) mit dem Tod nicht zu Ende ist , sondern eine durchaus zufriedenstellende Zukunft hat.

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