Wer kennt sie nicht: die Angst vor dem leeren Blatt? Aber was tun, wenn man einfach nicht anfangen kann oder das Schreiben zur Qual wird? Lesen Sie unser Interview mit utb-Autorin Helga Esselborn-Krumbiegel.

Tipps und Tricks bei Schreibblockaden

© Esselborn-Krummbiegel

Foto: Esselborn-Krummbiegel (privat)

  1. Was ist überhaupt eine Schreibblockade?

Als Schreibblockade bezeichnen wir jede Störung in der Textproduktion. Diese Störungen können ganz unterschiedliche Formen annehmen: Manchen Schreibenden fällt es besonders schwer, überhaupt mit dem Schreiben anzufangen, andere scheitern beim Strukturieren ihrer Texte, wieder andere finden nach einer Schreibpause nur mühsam wieder in den Schreibfluss hinein.

  1. Warum bekommen manche Menschen eine Schreibblockade?

Die Ursachen für eine Schreibblockade sind so vielfältig wie die Störungsbilder selber. Manche Schreibende haben einfach das Handwerkszeug wissenschaftlichen Schreibens nie systematisch gelernt, andere haben in der Schule oder in den ersten Semestern an der Uni negative Schreiberfahrungen gemacht, die sie blockieren. Viele scheitern auch an ihrem eigenen Perfektionismus.

  1. Gibt es verschiedene Strategien um eine Schreibblockade zu lösen?

Je nach der zugrunde liegenden Ursache kann der Schreibende unterschiedliche Strategien ausprobieren: Dem chaotischen Vielschreiber etwa würde man empfehlen, verschiedene Planungstechniken einzusetzen; der Perfektionist sollte einzelne Textstücke zunächst locker als Brief an einen Freund entwerfen; negative Schreiberfahrungen lassen sich durch spontanes kreatives Schreiben ausgleichen.

  1. Wie schnell lässt sich eine Schreibblockade lösen?

Das hängt ganz von der Art der Schreibstörung ab: Mitunter hilft es schon, die Schreibenden zu ermutigen, erst einmal einfach irgendetwas zu Papier zu bringen, ohne wissenschaftlichen Anspruch und ohne auf sprachliche oder formale Richtigkeit zu achten. Allein der Akt des Schreibens kann die Blockade schon lösen. Dieser Spontanheilung stehen andere länger dauernde Strategien wie der Aufbau systematischer wissenschaftlicher Schreibkompetenz oder das Überschreiben negativer Schreiberfahrungen gegenüber.

  1. Wie ist Ihr neues Buch „Tipps und Tricks bei Schreibblockaden“ aufgebaut?

Das Buch behandelt systematisch die verschiedenen Erscheinungsformen von Schreibblockaden und zeigt Wege zu ihrer Überwindung auf. Dabei werden in jeweils eigenen Kapiteln folgende Fragen beantwortet:

– Wie finde ich Ideen für meine wissenschaftliche Arbeit?

– Wie plane ich mein Schreibprojekt?

– Wie steigere ich meine Motivation und Konzentration?

– Wie komme ich ins Schreiben?

– Wie bleibe ich im Schreibfluss?

– Wie gehe ich mit meinem inneren Kritiker um?

– Wie überarbeite ich meine Texte effektiv?

  1. Wodurch unterscheidet sich Ihr Buch von anderen Büchern zum Thema?

Bislang ist mir kein anderes Buch im deutschen Sprachraum bekannt, das sich systematisch mit dem Thema „Schreibblockaden“ beschäftigt. Davon abgesehen ist das Besondere an meinem Buch kurz gesagt die Grundidee: Ausgehend von Erfahrungen von Schriftstellern und Wissenschaftlern entwickle ich konkrete Tipps und Tricks, die Studierenden helfen können, ihre Schreibschwierigkeiten zu überwinden und ihre wissenschaftlichen Arbeiten erfolgreich abzuschließen.

Zum Buch: Tipps und Tricks bei Schreibblockaden

Von Frau Helga Esselborn-Krumbiegel sind weitere Bücher bei utb erschienen:

Autor

Buchtitel

Buchcover

Druck-Ausgabe: , eBook-Ausgabe:

Autor

Buchtitel

Buchcover

Druck-Ausgabe: , eBook-Ausgabe:

Autor

Buchtitel

Buchcover

Druck-Ausgabe: , eBook-Ausgabe:

Dr. Helga Esselborn-Krumbiegel leitet das Schreibzentrum an der Universität Köln. Sie ist Verfasserin seit Jahren eingeführter Standardwerke zum Schreiben im Studium

#commentform .comment-form-url { display: none; }