Geht es in Österreich nach der SPÖ-ÖPV-Koalition, so sollen alle Schülerinnen und Schüler in der fünften Schulstufe und in der neunten Schulstufe sowie auch die LehrerInnen mit digitalen Endgeräten (Tablets, Laptops etc.) ausgestattet werden. utb-Autor Konrad Liessmann äußerte sich dazu im Interview mit DER STANDARD. Der Bildungsprozess werde durch die Digitalisierung der Klassenzimmer nicht positiv beeinflusst, glaubt Prof. Dr. Liessmann. In Amerika, so Liessmann, habe man schon früh Notebook- und Tabletklassen eingeführt, würde sie nun aufgrund der schlechten Erfahrungen aber wieder aus den Klassenzimmern entfernen. Nicht alles kann oder sollte digitalisiert werden urteilt Liessmann.

Auch habe sich keine Lernsoftware, owohl seit Jahrzehnten propagiert, sich bislang durchgesetzt. Dies liege daran, so Liessmann, dass man vergessen habe, dass Lernen ein sozialer Prozess sei. Wenn dem nicht so wäre, könnte man die Schulen schließen und Zuhause mit dem Tablet lernen. Auch im Unibereich sei man mittlerweile von den MOOCs, den Massive Open Online Courses, abgekommen.
Technik sollte dort eingesetzt werden, wo sie sinnvoll ist. Die Digitalisierung der Klassenzimmer gehe jedoch von Hype zu Hype. Nun seien es Tablets für alle und in zwei Jahre käme dann das nächste “Wunderding”. Damit würden letztlich auch einfach Wirtschaftsinteressen bedient.

Jeder sei heute darauf angewiesen, schnell etwas nachschauen zu können, zu googeln. Dem Ergebnis der Suche werde dann blind vertraut. Es sei  Wir hätten immer weniger im Kopf und das Wissen würde auch keine Spuren mehr in unserer Seele hinterlassen, schließt Liesmann.

Quelle: www.derStandard.at, Lisa Nimmervoll

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