Unser neues Studiertier-Interview ist online. Eva verrät dem Studiertier, wie ihre Lehrer sie beeinflusst haben und was sie nun als angehende Lehrerin besser machen möchte.

© utb

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Unser Studiertier Julia ist 25 Jahre alt und studiert Literaturwissenschaft an der Universität Stuttgart. Bei utb absolviert Julia ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Julia stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind – und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Julia hast oder selber vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Eva ist 24 Jahre alt und hat dieses Jahr ihr Referendariat an einem Gymnasium in Stuttgart mit den Fächern Französisch und Mathematik begonnen. Studiertier hat sie sich geschnappt und über das Lehrer-Dasein ausgefragt…

1. Wie kamst du zu der Kombi aus Sprach- und Naturwissenschaft bei deinem Studium?

Ich mag die Abwechslung und habe vielseitige Interessen, deshalb habe ich mich für ein Studium der Fächer Französisch und Mathematik entschieden. Die unterschiedlichen Herangehensweisen der jeweiligen Fachdidaktik sind spannend für mich.

2. Gab es in deiner Schulzeit einen guten Lehrer, den du als positives Vorbild hast? Oder auch einen schlechten Lehrer, wodurch du dachtest, ich will es unbedingt besser machen?

Sowohl als auch. Ich hatte eine sehr gute Französisch-Lehrerin, die meine Begeisterung für die französische Sprache unterstützt hat. Sie war zwar streng, aber auch sehr sympathisch und man hat sich ernst genommen gefühlt. Ganz im Gegensatz zu meiner Mathematik-Lehrerin, die keinem ihrer Schüler etwas zugetraut hat. Sie war streng, was ja an sich nicht unbedingt schlecht ist, aber in der Kombination damit, dass sie uns alle offensichtlich für dumm hielt, hat sie mir gezeigt, wie ich es auf keinen Fall machen werde.

3. Du bist mittlerweile schon im Referendariat: Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit der „Jugend von heute“?

Meine Erfahrungen sind bisher fast ausschließlich positiv. Solange man die Jugendlichen ernst nimmt, sie wertschätzt und wahrnimmt, auch mit ihren Problemen, kommt in den meisten Fällen eine gute Lernatmosphäre zu Stande. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen, aber das gehört eben auch zur Entwicklung der Teenies dazu, ihre Grenzen auszutesten. Deshalb darf man eventuelle Probleme nie persönlich nehmen.

4. Was hat dich dazu bewogen, Lehramt fürs Gymnasium und nicht für eine Real- oder Grundschule zu studieren?

Ich habe mich aus mehreren Gründen für das Lehramt an Gymnasien entschieden. Zum einen arbeite ich gerne mit unterschiedlichen Alters- und Entwicklungsstufen zusammen. Man unterrichtet die Kleinen, genauso wie die pubertierenden Teenies sowie die reifenden Abiturienten. Zum anderen ist natürlich der fachliche Anspruch ein Grund, warum ich mich für das Lehramt an Gymnasien entschieden habe.

5. Inwiefern betreffen dich Gemeinschaftsschulen und wie stehst du zur aktuellen Bildungspolitik?

Im Moment habe ich nichts mit Gemeinschaftsschulen zu tun, doch wir diskutieren im Seminar natürlich über die verschiedenen Herangehensweisen. Ich persönlich bin vor allem der Meinung, dass man sich endlich für ein Modell entscheiden sollte, denn der Mix an Schul-Angeboten verwirrt alle nur und man nimmt sich gegenseitig das Potential weg, sich vollständig zu entfalten.

 

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