Unser neues Studiertier-Interview ist online: Katerina spricht mit dem Studiertier über ihren Studiengang International Eventmanagement, was sie von ihrem Auslandssemester erwartet und gibt Tipps für den Umzug an einen neuen Studienort.

Unser Studiertier Zehra ist 21 Jahre alt und studiert Anglistik und Philosophie an der Universität Stuttgart. Bei utb absolviert Zehra ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Zehra stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind – und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Zehra hast oder selbst vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

 

Studiertier trifft Katerina

Katerina ist 21 Jahre alt und studiert im 4. Semester International Eventmanagement in Karlsruhe. Studiertier hat sie sich geschnappt und fragt…

  1. Wieso hast du dich dafür entschieden Eventmanagement zu studieren und würdest du es wieder tun? Ist der Studiengang sehr praxisorientiert oder doch recht theorielastig?

Ich wusste sehr lange nicht, was ich nach der Schule machen möchte. Was ich wusste, war, dass ich auf jeden Fall studieren möchte. Mir liegt die Musik sehr am Herzen, aber es gibt nicht viel, was standhaft und zukunftssichernd darin ist. Ich liebe Konzerte und aus Spaß habe ich mal bei Google recherchiert, ob es so etwas wie „Management für Konzerte“ oder Ähnliches gibt. So bin ich auf den Studiengang Eventmanagement oder auch Messe-, Kongress- und Eventmanagement gekommen. Mein Studiengang ist auch wegen meiner Hochschule sehr praxisorientiert, aber mit einer gewissen Vertiefung in die Theorie. Ich glaube, es ist an jeder Hochschule anders, da dieser Studiengang eher an privaten Hochschulen angeboten wird als an Öffentlichen. Mein Wunsch war es auch eher praxisorientiert zu studieren.

Ich würde mich immer wieder für diesen Studiengang entscheiden. Er ist so vielfältig und faszinierend, dass ich es nicht abwarten kann, selber tatkräftig in der Industrie mitzuwirken. Da auch “Events” alles Mögliche abdeckt, brauche ich mir auch keine Sorgen zu machen, dass ich vielleicht später mal die Lust an Konzerten verliere. Es gibt noch sehr viele andere Bereiche. Außerdem hat man an der Karlshochschule ein Grundstudium für Management. Falls ich später mal nichts mehr mit Events machen möchte, habe ich immer noch die Theorie für andere Managementberufe.

  1. Du hast dich für ein Studium in Karlsruhe entschieden. Was genau hat dich nach Karlsruhe gezogen und wie würdest du die Stadt in deiner Erfahrung als Studienort bewerten? Du bist von einer Kleinstadt, deiner Familie und deinen Freunden weggezogen. War es sehr schwer dich in einer neuen Stadt einzuleben und neue Kontakte zu knüpfen? Welche Tipps würdest du Studienanfängern geben, die das Gleiche vorhaben?

Die Wahl der Hochschule war mir wichtiger als der Ort. Ich wollte auf jeden Fall ausziehen, deswegen war Stuttgart schon mal von der Liste gestrichen. Nach mehreren Infoveranstaltungen und Besichtigungen der Hochschulen war die Karlshochschule in Karlsruhe einfach die richtige Entscheidung. Karlsruhe ist eine Studentenstadt durch und durch. Dank dem KIT und acht weiteren Hochschulen, gibt es ca. 40.000 Studenten in Karlsruhe. Das spiegelt sich auch an den Angeboten der Stadt wieder. Es gibt sehr viele preiswerte Lokale, wie das Stövchen und das Oxford Café. Auch das Unifest am KIT Ende Juni und das Parkplatzfest an einem Studentenwohnheim. Die Stadt versucht den Wünschen der Studenten gerecht zu werden. Was sich schwierig gestaltet ist auf jeden Fall die Wohnungssuche. Es gibt zwar einige Studentenwohnheime, aber man ist länger auf der Warteliste, als das man dort dann eigentlich wohnt. Also lieber früh genug auf Wohnungssuche gehen und nach nicht tragenden Studentenwohnheimen suchen. Auch sollte man offen für WGs sein und nach Studentenverbindungen suchen.

Da ich schon immer möglichst früh ausziehen wollte, war es für mich nicht schwer mich in Karlsruhe einzuleben. Ich habe schnell Anschluss bei meinen zwei Mitbewohnerinnen gefunden und auch an der Hochschule geht man schnell auf andere zu. Immerhin saßen wir alle im selben Boot und sind gerade erst hergezogen. Die Orientierungswochen, die die Unis und die Hochschule für die Erstsemester anbieten, sind die totalen Eisbrecher. Beim Ausgehen trifft man immer auf neue und interessante Leute, dass macht das Studentenleben auch so spannend.

Mein Tipp ist es immer, offen für Neues zu sein. Du weißt nicht, was passieren wird und welche Leute du vielleicht in deinem Studium treffen wirst. Familie und Freunde sollen weiterhin eine Unterstützung sein, aber kein Grund dich von deinen Wünschen und Träume fernzuhalten. Man merkt erst, wenn man mal weg ist, wie wichtig und schön es ist dann mal nach Hause zu fahren. Man lernt, es zu schätzen. Auch wenn es am Anfang schwer scheint, sich von allem Gewohnten zu verabschieden, man wächst daran und man entwickelt sich weiter. Es ist ein gutes Gefühl unabhängig zu sein.

  1. Eventmanagement hört sich aufregend und nach viel Spaß an. Hast du im Rahmen deines Studiums bereits etwas Aufregendes erlebt, macht es dir Spaß? Welche wichtigen Fähigkeiten und Erkenntnisse hast du dir in deinem Studium schon erarbeitet?

Da die Karlshochschule viel Wert auf Praxis legt, haben wir sehr viele Projekte. Wie zum Beispiel ein großes Modul, welches in drei kleinere Teilmodule unterteilt ist. Wie wurden in Teams aufgeteilt und unsere Aufgabe war es, einen fiktiven Freizeitpark erfolgreich zu leiten. An einem Tag in der Woche hatte man morgens die theoretischen Vorlesungen und am Nachmittag die praxisorientierte Challenge. Wir hatten bis zum nächsten Tag Zeit die Aufgaben zu bewältigen. Wir erhielten dann ein detailliertes Gruppenfeedback, wo wir sehen konnten, was wir gut gemacht und verstanden haben und wo es noch Raum für Verbesserung gibt. Während dieses Projekts, das über das ganze Semester ging, hatten wir auch noch gesonderte Aufgaben für den Europa-Park und dazu die Möglichkeit, diese Vorschläge dem Vorstand zu präsentieren. Der Besuch an der Messe Stuttgart hat uns auch einen großen Einblick in die Messe- und Kongressbranche gegeben.

Es gibt sehr viele Studenteninitiativen an der Karls, die uns ermöglichen, das Erlernte sofort in die Praxis umzusetzen, wie die Organisation eines Talentwettbewerbs, die Durchführung der Infotage an der Hochschule oder die Organisation von kleinen Konzerten mit angehenden deutschen Newcomern. Die Hochschule steht hinter diesen Initiativen und unterstützt diese, soweit es geht.

Was ich in meinem Studium gelernt habe ist, dass vieles nicht so ist, wie es scheint. Es ist gut vieles zu hinterfragen und nicht einfach so hinzunehmen. Ich bin selbstkritischer geworden, aber auch offener für Neues. Auch habe ich gelernt, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Wie soll man den richtigen Weg finden, wenn man nicht mal den Falschen kennt?

  1. Du planst gerade ein Auslandssemester. Wo geht es hin, wieso geht es genau da hin und was erhoffst du dir von dieser Erfahrung?

Ich gehe an eine Partnerhochschule nach Durham, England. Ich habe mich für England entschieden, da ich das Land faszinierend finde, aber auch da England im Bereich Management und Marketing sehr fortgeschritten ist. Durham ist eine Stadt, die im Nordosten Englands liegt. Zwar war ich schon mal für eine Woche in London, aber da habe ich nicht viel von der Kultur und den Menschen kennengelernt. Ich hoffe, dass ich jetzt die Möglichkeit habe. Von dem Auslandssemester erhoffe ich mir auch, dass ich im akademischen Bereich viel Neues lerne und hoffentlich was Anderes als hier in Deutschland. Natürlich will ich mich auch in der Sprache mehr verbessern.

Das Auslandssemester wird ein Abenteuer für mich. Ich will mich selber testen, wie unabhängig ich bin und wie ich alles selbst organisiert bekomme. Immerhin können meine Eltern mir diesmal nicht mit Gebühren, Steuern, etc. helfen, da sie ja selber noch nie dort gewohnt haben. Ich freue mich schon riesig auf das Semester und meinem neuen Abenteuer.

  1. Wie soll es nach dem Studium für dich weitergehen? Wie sehen deine realistischen Karrierevorstellungen aus und wie die verträumten, die idealerweise für dich in Erfüllung gehen sollen?

Angefangen mit meinen verträumten Vorstellungen ist mein Wunsch, bei einer bekannten Veranstaltungsfirma verschiedene Konzerte und Festivals zu organisieren. Noch besser wäre es nicht an einem Standort zu bleiben, sondern umherzureisen und vielleicht Tourneen zu veranstalteten.

Für die realistischen Vorstellungen will ich erst einmal bei einer Veranstaltungsfirma arbeiten und ein oder zwei Jahre Berufserfahrung sammeln. Je nachdem, ob ich mich dann zurechtgefunden habe und ob ich so glücklich bin, würde ich mich für oder gegen einen Master entscheiden. Aber da bin ich noch offen und werde mich erst nach meinem Praxissemester konkreter entscheiden, wenn ich mal richtige Einblicke in die Branche hatte.

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