Als Mann hat man es leichter in der juristischen Staatsprüfung eine gute Abschlussnote zu bekommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie für das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbunds e.V. (djb) und utb-Autorin, Prof. Dr. Maria Wersig, erklärt zu den Ergebnissen: „Wir müssen das Problem von Diskriminierung in der juristischen Ausbildung systematisch und strukturell in den Blick nehmen. Es braucht mehr Frauen als Vorbilder und Prüferinnen.“

Die Studie zeigt, dass ein signifikanter Unterschied zwischen der Bewertung der ersten und zweiten juristischen Staatsprüfung in Nordrhein-Westfalen (zwischen 2006 und 2016) zwischen Männern und Frauen und Personen mit Migrationshintergrund  bestand. 18.000 Ergebnissen waren für die Studie untersucht worden. Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund schneiden bei der Benotung statistisch signifikant schlechter ab. Am härtesten traf es Frauen mit  Migrationshintergrund. Eine Rolle spielte laut der Studie auch, ob die Prüfungskommission ausschließlich männlich besetzt war.

Die djb-Präsidentin Maria Wersig erklärt zu den Ergebnissen: „Wir müssen das Problem von Diskriminierung in der juristischen Ausbildung systematisch und strukturell in den Blick nehmen. Es braucht mehr Frauen als Vorbilder und Prüferinnen.“ In kaum einem Fachgebiet hänge der berufliche Weg so sehr von der Abschlussnote ab wie in Jura. Ein Prädikatsexamen sei auch heute noch in vielen juristischen Berufsfeldern Voraussetzung für die Einstellung. „Diese Aussagekraft der Abschlussnote ist zu hinterfragen, wenn die Note von Geschlecht oder Herkunft beeinflusst ist.“, so Wersig weiter.

Quelle: www.djb.de

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