Der utb-Autor Rolf Gröschner sprach mit Christiane Florin vom Deutschlandfunk über den Begriff „Wende“.

Das Wort „Wende“ wird bis heute für die Ereignisse 1989/90 verwendet. utb-Autor Rolf Gröschner hält diese Wortwahl für falsch, weil dieses Wort das Geschehen auf den Straßen 1989 verschweigt. Es sei eine Revolution der Deutschen in der DDR gewesen. Das Wort Wende sei ein Fehlgriff. Es sei geprägt durch Egon Krenz. Der sagte am 18. Oktober: „Wir werden eine Wende einleiten.“ Mit diesen Worten habe der Generalsekretär der SED die Parteifunktionäre und nicht das Volk gemeint.

In den Medien sollte der Begriff „Revolution“ ,statt „Wende“ verwendet werden, wünscht sich Gröschner. Ein sensibler Umgang mit unserer Sprache tue Not. Wir müssten versuchen, so Gröschner, dort zu differenzieren, wo Unterschiede gemacht werden müssen.

Quelle: Deutschlandfunk

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