Das Thema Hate Speech verunsichert viele Lehrer. Häufig wird die Problematik Mobbing, im Unterricht tabuisiert. Dabei haben bereits 90 Prozent der Jugendlichen laut einer Untersuchung Erfahrungen mit Hass im Internet gemacht. Eine einheitliche Definition, was Hate Speech bedeutet, gibt es nicht, sagt utb-Autor Wilfried Schubarth. Wilfried Schubarth ist Schulgewalt- und Mobbingforscher an der Universität Potsdam. Hassreden kommen nicht nur im Internet oder in den sozialen Medien vor, sondern auch im Alltag. Die digitale Attacke funktioniert jedoch 24 Stunden lag. Der Gemobbte hat keine Erholungspause. Die Schule und die Lehrer sieht Wilfried Schubarth in einer besonderen Verantwortung.
Im Umgang mit Hate Speech kommt der Schule und den Lehrern eine besondere Rolle zu, sagt der Schulgewaltforscher Schubarth. Lehrkräfte würden das Thema Mobbing gerne tabuisieren, was dazu führe, dass sieben von zehn Mobbingfällen nicht erkannt würden. Es sei Aufgabe jeder Lehrkraft, sich für das Thema zu sensibilisieren. Ein offener Umgang mit Hate Speech sei wichtig. So sollten Hassreden ein Thema im Unterricht sein um die Schüler für den Umgang mit Sprache zu sensibilisieren.
Inzwischen gibt es einige Module, Projekte und Arbeitsmaterialien, mit denen Lehrer das Thema Hate Speech in nahezu jedem Fach integrieren können.

Quelle: Deutschlandfunk, Stephanie Kowalewski

 Prof. Dr. Wilfried Schubarth lehrt Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam.

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