Heute würde ich Sie gerne mit Hans-Werner Rückert bekannt machen. Er hat ein recht spannendes Buch geschrieben – und zwar bereits im Jahr 2002. Sein Thema: Prokrastination! Übersetzt heißt das so viel wie: Aufschieberitis. Wir warten stets bis zum letzten Moment, bis der Druck nicht länger auszuhalten ist – dann erst überwinden wir uns und beginnen.

Ich persönlich höre Hans-Werner Rückert sehr gerne zu – er kann prägnant und nachvollziehbar über das Thema “Prokrastination” plaudern und hat einige handfeste und zielführende Vorschläge in seinem Werkzeugkasten. Im Jahr 2011 war der Autor Gast in der Sendung “Doppelkopf”, die der Hessische Rundfunk auf seinem zweiten Hörfunkprogramm regelmäßig ausstrahlt. Da dort nur die letzten beiden Sendejahre archiviert sind, habe ich Ihnen einen Link zu podcast.de herausgesucht – dort gibt es das komplette Interview zum Nachhören und als Download. ich gebe zu, das Interview liegt schon ein paar Tage zurück – sein Inhalt jedoch ist nach wie vor ziemlich aktuell. Deshalb das Prädikat: Hörenswert!

http://www.podcast.de/episode/2074270/Am+Tisch+mit+Hans-Werner+Rückert,+%22Aufschiebeberater%22/

Interessant, oder? Für Studierende vielleicht noch besser (und vor allen Dingen schneller, weil man Antworten auf einzelne Fragen individuell anwählten kann) ein Interview mit dem Diplompsychologen Rückert, das die Studienberatung und Psychologische Beratung der Freien Universität Berlin auf ihrer Website unter der Frage “Was ist Prokrastination?” umgesetzt hat. Leider ist das Gesamtinterview dort nicht anzuklicken – aber die Schnipsel zu den jeweils gestellten Fragen funktionieren und sind abrufbar.

http://www.fu-berlin.de/sites/studienberatung/prokrastination/was-heisst-prokrastination/index.html

Und wenn Sie sich jetzt dafür interessieren, wie der Mensch Rückert aussieht, dann empfehle ich Ihnen ein sehr gelungenes Fotoportrait, das Klaus Mellenthin im Jahr 2015 für die Berliner Morgenpost angefertigt hat. Zu finden unter diesem Link (als Beigabe zu einem Printinterview mit dem Experten):

http://www.morgenpost.de/familie/article207606985/Auf-den-letzten-Druecker.html

Übrigens: Es gibt immer mehr Hochschulen, die so etwas wie eine “Prokrastinationsambulanz” betreiben. An der FU kann man tatsächlich Beratungstermine mit Hans-Werner Rückert vereinbaren, er hat dort also so etwas wie eine Prokrastinationssprechstunde. Auch an der Universität Münster gibt es einiges zum Thema – dazu später einmal mehr!

Auf den Seiten der FU gibt es übrigens noch eine Vielzahl von Hinweisen zur “akademischen Prokrastination” – das ist ein schöner Begriff. Vielleicht sollten wir uns an dieser Stelle auch einmal Gedanken darüber machen, warum gerade im akademischen Umfeld Prokrastination ein so bedeutsames Thema ist. Und damit wäre schon wieder eine Idee für einen der kommenden Posts geboren.

Wenn Sie sich übrigens für das Buch von Hans-Werner Rückert aus dem Jahr 2002 interessieren, es heißt “Schluss mit dem ewigen Aufschieben. Wie Sie umsetzen, was Sie sich vornehmen.”

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