Der utb-Autor Norbert Schneider sprach mit Florian Zinner vom mdr Sachen-Anhalt über den Stress des Pendleralltags. Norbert Schneider beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Folgen der Berufsmobilität.

Tagespendler benötigen häufig über 60 Minuten für den einfachen Weg zur Arbeit. Pendler seien, so Schneider, eher gestresst und durch die viele Zeit unterwegs würden sie sich von ihrem sozialen Umfeld entfremden. Da das Pendeln viel Energie koste, hätten Pendler abends und am Wochenende häufig das Bedürfnis sich auszuruhen.

Pendelnde Männer, stellt Schneider fest, würden sich in der Regel wenig in die Hausarbeit und Kinderbetreuung einbringen. Die klassische Rollenteilung würde sich hier häufig wieder einstellen. Bei Pendlerinnen sei dies nicht der Fall. Daher litten diese häufig unter einer Mehrfachbelastung. Generell pendelten Männer mehr als Frauen.

Die Belastung, erläutert Schneider, sei immer dann hoch, wenn ein Kontrollverlust stattfände. Verspätungen bei der Bahn, Stau auf der Fahrstrecke, dies erzeuge Stress. Gut sei es, wenn die Zeit im Auto oder im Zug sinnvoll genutzt werden könne, dies mindere den Stress.

Arbeitgeber könnten ihren Angestellten unterstützen, indem sie Gleitzeiten einführen oder das Arbeiten von Zuhause ermöglichen.

Quelle: mdr.de/sachsen-anhalt

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