Der Historiker und utb-Autor Philipp Aumann war bei Deutschlandradio-Kultur zu Gast. Als wissenschaftlicher Leiter und Ausstellungskurator des Historisch-Technischen Museums Peenemünde wurde er mit der Frage konfrontiert, ob die NS-Geschichte in unseren Museen richtig vermittelt wird oder ob sie angesichts der vielen Touristen zum Spektakel verkommt.

Philipp Aumann sieht diese Gefahr nicht. Aufgrund der mangelnden Zeitzeugen sei es wichtig Anlagen und Gebäude zu nutzen um die Geschichte zu vermitteln. In Peenemünde stehen die Überreste der ehemaligen Heeresversuchsanstalt. Dort wurde nun auf das Kraftwerk der ehemaligen Versuchsanstalten ein gläserner Aufzug auf dem Dach angebracht. Das Dach dient jetzt als Aussichtspunkt und bietet Touristen einen Blick über das gesamte Versuchsgelände. So könne man, meint Philipp Aumann, den touristischen Anspruch mit der touristischen Nachfrage verbinden.

Quelle: Deutschlandradio Kultur

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