Die Psychologin und utb-Autorin Inge Kamp-Becker sprach in Deutschlandfunk Kultur über die einseitige Darstellung von Autismus in den Medien.

Zu häufig werde vermittelt, wer unter Autismus leide, habe besondere Fähigkeiten. Dies sei jedoch „äußerst selten“. Menschen mit autistischen Störungen seien mehrheitlich kognitiv beeinträchtigt.

Autismus sei mittlerweile zu einer „Modediagnose“ geworden. Manche Eltern seien geradezu froh, in der Lage zu sein ihre Kinder als schwierig aber eben auch als überdurchschnittlich schlau betiteln zu können.

Die Zahl der mit Autismus diagnostizierten Menschen nimmt seit den 1990er Jahren dramatisch zu, dies liegt auch an Veränderungen in der diagnostischen Praxis. Die Ausweitung der Symptomatik sei ein Fehler gewesen, da sich darin fast jeder wieder finden könnte, so Kamp-Becker.

Die Informationsangebote im Internet würde in der Regel zu wenig geeignete Informationen über Diagnostik und Beratung liefern.

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