Das Foto eines kleinen toten Jungen, angespült an einen türkischen Badestrand wird zum Symbol für die Flüchtlingskatastrophe in Europa. Kaum jemand konnte sich diesem Bild entziehen. Medien entscheiden sich bewusst für oder gegen die Veröffentlichung solcher Bilder. Die utb-Autorin Marion Müller, Professorin für Massenkommunikation an der Jacobs University Bremen, war bei Deutschlandradio Kultur-Breitband zu Gast.
Sind Bilder toter Flüchtlinge in den Medien vertretbar? Was lösen solche Bilder in uns aus?

Ein einmal gesehenes Bild können wir nicht mehr aus unserem Gedächtnisspeicher löschen, so Marion Müller. Bilder toter Menschen können beim Betrachter erhebliche emotionale Probleme auslösen. Es sollte daher definiert werden, was auf keinen Fall in den Medien gezeigt werden darf. Auch im Tod hat der Mensch eine Würde, das Recht am Bild ist damit nicht verwirkt, so Marion Müller. Zudem sollte man der menschlichen Vorstellungskraft vertrauen, es ist nicht nötig Porträtaufnahmen toter Menschen zu zeigen.

Zum Beitrag: breitband.deutschlandradiokultur.de

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