Seit Jahrzehnten müssen deutsche Abiturient*innen im Fach Deutsch Goethes “Faust” lesen. Brauchen wir eine Modernisierung im Bildungskanon? Auf einer Tagung diskutierten Fachleute, welche Werke für eine Abiturprüfung im Jahre 2030 angemessen sein könnten. Aus diesem Anlass sprach utb-Autor Stephan Porombka mit Julius Stucke vom Deutschlandfunk.

Wie könnte eine zeitgemäße Abiturprüfung im Fach Deutsch im Jahr 2030 aussehen? Braucht man einen gemeinsamen, deutschlandweiten Kanon?

Goethes Faust steht noch bei allen Bundesländern auf der Liste. Es gibt jedoch mittlerweile 200 literarische Werke, die in der Oberstufe gelesen werden. Porombka ist der Meinung, dass es darum geht den Schüler*innen beizubringen sich für Literatur zu interessieren, daher sei es nicht so wichtig, ob sie “Faust” gelesen oder Poetry Slam gemacht hätten. Die Lektürekompetenz sollte das Ziel sein.

Wichtig sei auch, den Schüler*innen klarzumachen, dass eine Kanondiskussion stattfinde und das dies ein Aushandlungsprozess sei. Dabei müsse eine kritische Perspektive vermittelt werden. Warum sollte etwas gelesen werden und etwas anderes nicht und was wird dadurch alles ausgeschlossen?

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