Die utb-Autorin Prof. Dr. Ingrid Gogolin sprach mit Spiegel Online über die Forderung des CDU-Politikers Carsten Linnemann, Kinder erst zur Schule gehen zu lassen, wenn sie Deutsch sprächen.

Frau Gogolin widerspricht dem CDU-Politiker. Es sei die Aufgabe von Kindergärten und Schulen, Kindern das beizubringen, was sie benötigen, um in einer Gesellschaft erfolgreich zu sein. Dazu gehört auch die deutsche Sprache.

Die Lehrkräfte seien mittlerweile gewohnt, dass die Schüler mit sehr unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen in die Schule kämen. Es sei Aufgabe der Schule diese Unterschiede zu nivellieren. Hierfür müsse es in den Schulen spezielle Förderangebote geben.

In Deutschland geborene Kinder seien automatisch mit der deutschen Sprache in Kontakt und mehr oder weniger in der Lage sie anzuwenden. Für Kinder sei es auch nicht problematisch, ob sie von Anfang an mehrere Sprachen erlernen würden. Deutsch könne bei entsprechender Förderung auch noch im Nachhinein erlernt werden. Sinnvoll sei es, wenn die Eltern mit den Kindern die Sprache sprechen würden, die sie selbst am besten beherrschen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Getagged mit
 
#commentform .comment-form-url { display: none; }