utb-Autor Volker Ladenthin findet keine guten Worte für das G8. In einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung berichtet er, dass er über 600 Klausuren ausgewertet habe und dabei feststellen musste, dass das Niveau in den letzten sechs Jahren erheblich gesunken sei. Die große Mehrheit der Studierenden könne das Studium nur mit Unterstützung bewältigen. Volker Ladenthin selbst sei gezwungen gewesen das Leistungsniveau seiner Kurse deutlich abzusenken, um nicht  Durchfallquoten von über 50 Prozent zu haben.

Die Schule habe eigentlich die Aufgabe Schüler zu entlassen, die studierfähig seien. Durch die Umstellung auf G8 stünden nun jüngere Studenten vor den Toren der Universitäten. Die Universitäten seien ihrerseits gezwungen „Brückenkurse“ anzubieten und Schulstoff zu unterrichten, um die Schulabgänger auf ein Niveau zu bringen, mit dem sie studieren könnten. So entstünden nebenbei Kosten für die Unis, die neue Dozenten einstellen und neue Curricula anbieten müssten.

Die verfahrene Situation sei, dass G8 einerseits eine Selektion bewirke, bei der die Schüler die das Lerntempo nicht halten könnten, herausgeprüft würden. Andererseits gelte in der Politik der Slogan “Kein Kind zurücklassen”. Ein Widerspruch, der schwer zu lösen sei. Zudem gäbe es in allen Bundesländern unterschiedliche Regelungen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung, Nora Ernst

Prof. Dr. Volker Ladenthin lehrt an der Universität Bonn.
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