utb-Autorin und Theologin Dorothea Sattler fordert mit weiteren Theologinnen und Frauenverbänden mehr Beteiligung und Einfluss für die Frauen in der katholischen Kirche.

Die Kirche sei in der Diskussion um die Rolle der Frau im Aufbruch, da die Amtskirche unter Druck stehe, sich den Fragen um mehr Beteiligung und Einfluss der Frauen in der Kirche zu stellen, so Dorothea Sattler aus Münster. Man müsse darüber debattieren und nicht nur Verbote aussprechen. So gebe es laut der Tübinger katholischen Theologin Johanna Rahner aus theologischer Sicht kein Argument, Frauen den Zugang zur Weihe zu verwehren. Allein mit der Tradition werde argumentiert, dies sei aber ein schwaches Argument, da diese in der Kirche nicht so eindeutig sei.

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands verlangen eine geschlechtergerechte Kirche. Auch die Kirchenvolksbewegung “Wir sind Kirche” fordert ein Bekenntnis der Bischöfe zu einem Diakonat der Frau, ergo der Weihe von Frauen, was momentan in der katholischen Kirche kirchenrechtlich nicht erlaubt ist.

Trotz Ankündigungen oder einem Mehrheitsvotum der Bischöfe kann letztendlich nur der Papst eine Entscheidung über ein Diakonat der Frauen treffen. Die Deutsche Bischofskonferenz könne aber ein starkes Zeichen für die Befürwortung des Diakonats geben, so die Theologin Margit Eckholt der Universität Osnabrück. Sie fordert ein Signal der Bischofskonferenz, da die Zeit in Deutschland hierfür reif sei.

Quelle: www.antenne.com

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