Alexander Mayer von MDR-Kultur sprach mit utb-Autor Prof. Georg Breidenstein über Schule ohne Zensuren und warum wir Schulnoten abschaffen sollten.

Noten beschreiben lediglich Leistungsdifferenzen innerhalb einer Klasse, so Georg Breidenstein. Gemessen würde immer die Leistung eines Schülers an den Leistungen seiner Mitschülerinnen und Mitschüler. Dieser Maßstab bestimme die Notengebung. Der Lehrer vergleiche die Leistungen der Schüler untereinander. Klassen oder schulübergreifend könne das nicht funktioniere, schließt der Erziehungswissenschaftler.

Sollte auf Noten verzichtet werden, müsse sehr genau geprüft werden was an Rückmeldung – für die Schüler und die Eltern benötigt werde. Eltern seien, so Breidenstein, mit einem kurzen Gespräch oft besser bedient als mit einem Zeugnis.

Problematisch sei, dass wir alle so daran gewöhnt seien, dass es einen engen Kontext zwischen Lernen und Noten gibt. Lernen ohne Motivierung durch Noten sei für uns daher schwer vorstellbar. Es gebe jedoch ganze Schulsysteme, die seit vielen Jahren auf Noten verzichten und erfolgreich Wissen vermitteln. Georg Breidenstein rät zur Abschaffung der Schulnoten.

Quelle: mdr.de

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