Der Klimawandel führt zu Konflikten. Über solch eine steile Hypothese ärgern sich die utb-Autoren Thomas Bernauer und Tobias Ide. Die Klima-Konflikt-Hypothese wird rege verbreitet. Erst kürzlich kamen, in der renommierten Zeitschrift Science, zwei Autoren aufgrund eines simplen Vergleichs zwischen Durchschnitts-Temperaturen in Afrika und Asylanträgen in der EU zu der Behauptung, dass sich die Zahl der Asylsuchenden in den kommenden Jahrzehnten vervielfachen werde. Diese Studie, da sind sich Thomas Bernauer und Tobias Ide einig, ist nicht wissenschaftlich fundiert, sondern grober Unfug.

Tobias Ide hat zusammen mit Forscherkollegen die neueren Studien zum Thema systematisch unter die Lupe genommen. Oft wiesen diese Studien methodische Mängel auf und zögen vereinfachende Schlüsse. Die Forschung von Thomas Bernauer, in der er Wasserkonflikte rund um die Welt betrachtet hat, zeigt ein anderes Bild. Er kam zu dem Ergebnis, dass die meisten Konflikte gewaltlos und kooperativ gelöst würden. Die Erderwärmung spiele bei gewaltsamen Konflikten nur eine untergeordnete Rolle, so ETH-Umweltpolitikwissenschaftler Thomas Bernauer. Ein großes Konflikt-Potential hat eine extreme politische Instabilität, ein tiefes wirtschaftliches Entwicklungsniveau und langjährige Wirtschaftskrisen.

Quelle: www.srf.ch/kultur/wissen/, Katharina Bochsler

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