Für Erstgeborene ist es nicht einfach die „Poolposition“ aufzugeben, wenn ein Geschwisterchen kommt. Hatte man zuvor noch die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern, werden nun plötzlich die Ressourcen Aufmerksamkeit, Zuwendung und Zeit knapper. Die Beziehung von Geschwistern ist, so utb-Autorin und Univ.-Prof. Dr. Karin Landerl, Leiterin des Arbeitsbereiches Entwicklungspsychologie der Karl-Franzens Universität Graz, daher häufig ambivalent. Einerseits geprägt von Liebe, Kooperation und Vorbild andererseits von Hass, Konkurrenz und Ablehnung.

Den optimalen Altersunterschied zwischen Geschwistern gibt es nicht. Bei einem größeren Altersunterschied, so Landerl, können die älteren Kinder meist eher Rücksicht auf die Bedürfnisse der Jüngeren zu nehmen. Ein kleinerer Altersunterschied habe hingegen den Vorteil, dass die Kinder ähnliche Interessen haben.

So schwer es für die Eltern ist, die alltäglichen kleineren und größeren Reibereien zwischen Geschwistern haben eine positive Seite. Die Kinder lernen dadurch, Konflikte auszutragen, eigene Standpunkte zu vertreten, Kompromisse zu schließen und Versöhnung zu erreichen.

Quelle: nachrichten.at

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