Musik spricht Menschen auf emotionale Weise an. Welche Wirkungen kann Musik im Kontext Sozialer Arbeit haben? Lesen Sie das Experteninterview mit unserem utb-Autor Hans Hermann Wickel.

  1. Warum ist Musik ein geeignetes Instrument in der Sozialen Arbeit?

Einerseits bietet Musik als allgegenwärtiges Phänomen ideale Ansatzpunkte, um die Lebenswelten und auch Lebensgeschichten der Klientinnen und Klienten Sozialer Arbeit zu verstehen und in diese einzutauchen, andererseits ist sie ein Medium, das gleichzeitig soziale, emotionale, kognitive wie motorische Dimensionen anspricht und hervorragende Wege der Kommunikation und Interaktion eröffnet …

 

  1. Schule, Jugend- und Kulturarbeit – in welchen Arbeitsfeldern bietet sich Musik besonders und wie kann man sie konkret in die Soziale Arbeit integrieren?

Im Grunde in den meisten Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit, von der Elementarpädagogik über die Schulsozialarbeit, sehr intensiv an in der Jugend- und Jugendkulturarbeit, in der Quartiersarbeit, der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, im Strafvollzug, aktuell besonders auch in der Migrationssozialarbeit und zunehmend in der Altensozialarbeit …

 

  1. Welche Methoden stehen zu Verfügung, um Musik zu einem passenden Werkzeug in den verschiedenen Handlungsfeldern zu machen?

Die Methoden sind abhängig von der jeweiligen Zielgruppe, so eignen sich beispielsweise gut Spiellieder und Klanggeschichten in der Elementarpädagogik, im Jugendalter natürlich vor allem HipHop-, Musikproduktions- oder Bandworkshops, im Quartier kann man mit Musicals begeistern, eine sehr umfassende Methode, die sehr viele Bereiche mit einbeziehen kann, in der Arbeit mit Geflüchteten wird gerne mit Percussionangeboten wie Drum Circles gearbeitet, weil es damit nur weniger Worte bedarf, in der Altenarbeit wird man vor allem singen und sich dabei erinnern …

 

  1. Was ist Ihre persönliche Erfahrung über den Einsatz von Musik in der Sozialen Arbeit?

Meine Erfahrungen sind extrem gut, Musik öffnet sofort die Türen, erreicht so gut wie jeden, egal, ob man gemeinsam Musik macht – und sei sie in er Sozialen Arbeit an manchen Stellen noch so nierigschwellig – oder ob man „nur“ gemeinsam Musik hört oder/und über Musik redet …

 

  1. Für wen ist Ihr Buch “Musik in der Sozialen Arbeit” besonders geeignet?

In erster Linie für Studierende der Sozialen Arbeit, aber natürlich auch für Schülerinnen und Schüler an den Kollegschulen und dann für Berufstätige aus der Praxis der Sozialen Arbeit sowie anderen Feldern wie beispielsweise Musikschulen oder auch allgemeinbildenden Schulen, die sich zunehmend auch sozialen Fragen widmen und nach Anregungen suchen, wie man da die bedeutsamen Wirkungen der Musik behutsam mit einbeziehen kann …

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