Studiengang kombiniert erstmals Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie

Bildung verstehen und mitgestalten: Neuer Bachelor bildet Expertinnen und Experten im Bereich Lehren und Lernen aus

Die Universität Tübingen bietet ab dem Wintersemester den neuen Bachelorstudiengang „Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie“ an. Dieser kombiniert erstmals in Deutschland zwei Bereiche, die wesentlich sind, um Prozesse des Lehrens und Lernen zu verstehen: Die Pädagogische Psychologie betrachtet Prozesse der Entwicklung und des Lernens bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ihre fundierten Kenntnisse sind für die Lösung schulischer oder bildungsbezogener Probleme unabdingbar. Die Empirische Bildungsforschung bringt zusätzlich eine interdisziplinäre Perspektive ein. Der neue Studiengang soll Expertinnen und Experten dafür ausbilden, pädagogische Maßnahmen und Prozesse zur Verbesserung des Bildungssystems zu bewerten und zu überprüfen sowie Einrichtungen und Systeme im Bildungswesen zu beurteilen. Bewerbungen sind noch bis 15. Juli möglich.

In sechs Semestern lernen Studierende, wie die Erkenntnisse aus der Pädagogischen Psychologie und der Empirischen Bildungsforschung dazu beitragen können, Lernprozesse, Schulen und Bildungseinrichtungen oder Bildungssysteme zu verbessern. Es werden grundlegende Kenntnisse in pädagogisch-psychologischer Diagnostik, in quantitativen Forschungsmethoden sowie in der Konzeption, Durchführung und Evaluation von Trainingsmaßnahmen und Interventionen vermittelt. Studierende können aus sechs Schwerpunkten wählen, die aktuelle gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen widerspiegeln: Bildung und Erziehung; Bildung, Politik und Wirtschaft; Bildung und Gesellschaft; Bildung, Digitalisierung und Medien; Bildung und Gesundheit sowie Bildung und Sprache.

Mit dem Abschluss Bachelor of Science in Empirischer Bildungsforschung und Pädagogischer Psychologie sind die Absolventinnen und Absolventen gefragte Experten im Bereich Lehren und Lernen. Typische Tätigkeiten sind die Entwicklung, Auswahl, Bewertung, Anwendung und Auswertung diagnostischer Testverfahren. Potenzielle Berufsfelder liegen beispielsweise im Bereich der pädagogisch-psychologischen Diagnostik in staatlichen Beratungsstellen und kommerziellen Instituten, aber auch in Ministerien, Landes- und Forschungsinstituten. Weitere mögliche Tätigkeitsfelder sind die Konzeption, Entwicklung und Durchführung von Trainingsmaßnahmen und Interventionen im Bereich der schulischen Förderung, die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung oder die Beratung von Entscheidungsträgern, Geldgebern und Förderern im Bildungswesen. Der Bachelorstudiengang bereitet außerdem auf den gleichnamigen Masterstudiengang an der Universität Tübingen vor und legt den Grundstein für eine mögliche Promotion und Karriere in der Forschung.

Quelle: idw, Antje Karbe Hochschulkommunikation

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