„Medien sind für die “Weltaneignung” von extremer Bedeutung, gerade für Kinder und Jugendliche. Eben deshalb sind sie eine besondere Herausforderung für alle diejenigen, die Anteil haben an Erziehungs- und Bildungsprozessen, denn sie müssen Medienbildung und -kompetenz vermitteln. Der vorliegende Band liefert nicht nur grundlegende Informationen zum Medienbegriff im Allgemeinen und im Besonderen über Bedingungen menschlichen Handelns im medialen Kontext, sondern formuliert sich aus diesen Bedingungen ergebenden Zielperspektiven für das Arbeitsfeld Schule, ist also auch als Lern- und Arbeitsbuch nutzbar. Am Beginn der Hauptabschnitte findet sich jeweils eine konkrete fallbezogene Aufgabenstellung, die intrinsisch zum weiteren Beschäftigen mit der Thematik motiviert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der überfachlichen Mediendidaktik (wobei hier eine Reduktion der lerntheoretischen Grundlagen keine wirkliche Schwächung dargestellt hätte; dies trifft u.a. auch auf Kapitel 7 zu). Der Praktiker findet aber in den jeweiligen Kapiteln genügend “Food for thought” und Impulse zum Nachdenken über den eigenen Medieneinsatz und dessen Optimierung. Überhaupt legen die Autoren großen Wert auf (Selbst-)Reflexion der Lehrenden, damit Medien bestmöglich zum Lernen und Lehren eingesetzt werden können, besonders in Kapitel 8. Das Buch wird durchzogen von dem Anliegen, “die Nutzung von und die Auseinandersetzung mit Medien und ihren digitalen Grundlagen in den Rahmen allgemeiner Erziehungs- und Bildungsaufgaben der Schule zu stellen” (Einführung, S. 12).“

Von R. Kerstgens, am 06.02.2020

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