Der utb-Autor Dr. Kurt Seikowski ist Leiter der Ambulanz der psychosomatischen Dermatologie am Universitätsklinikum in Leipzig. Im Interview mit der Pharmazeutischen Zeitung sprach er über die psychische Seite von Hautkrankheiten.

Psychisch belastende Lebensereignisse, wie der Verlust eines Angehörigen oder die Trennung vom Partner können bei Patienten mit Neurodermitis-Schüben und Psoriasis das Hautbild verschlechtern und den Juckreiz verstärken. Bei manchen Neurodermitis-Patienten genügen schon kurze, situative Belastungen, um eine Hautsymptomatik negativ zu beeinflussen. Mit Hilfe psychotherapeutischer Gespräch werden die psychischen Belastungen bei diesen Patienten aufgearbeitet.
Die Ambulanz der psychosomatischen Dermatologie führt auch Schulungen für Eltern von Kindern mit Neurodermitis durch. Zehn bis 14 % der Kinder, so Seikowski, hätten Neurodermitis. Bei der Mehrheit verschwinde diese wieder, die Eltern bräuchten jedoch in der Krankheitsphase Unterstützung z.B. in den Bereichen Ernährung und Anwendung von Medikamenten. Oder, wie man seinem Kind helfen könne, wenn es stark juckt. Ein »Hör auf zu kratzen« helfe da nicht weiter.

Quelle: pharmazeutische-zeitung.de, Ulrike Abel-Wanke

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