Zwölftägige Qualifizierung „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ vermittelt Präventionsstrategien und Handlungskompetenz bei Gewalt in Partnerschaften und Familien. Zielgruppe sind Praktiker aus Einrichtungen der Sozialen Arbeit, die sich in diesem speziellen Bereich weiterbilden wollen.

In jeder vierten Beziehung kommt es zu häuslicher Gewalt. Oft hat das Umfeld zumindest eine Ahnung davon, was in der Partnerschaft oder Familie vor sich geht. Aber viele schweigen. Wie können Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Familienzentren oder Quartiersbüros, von Jugendeinrichtungen oder Bürgerhäusern helfen, ohne Betroffene zu gefährden? Das erfahren sie in der Weiterbildung „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“. Start: 15. Mai 2019.

In vier Modulen lernen die Teilnehmenden das StoP­Konzept mit seinen acht Schritten kennen. Es basiert auf den Prinzipien der Gemeinwesenarbeit und dem Wissen über Ursachen und Verlauf von Partnergewalt.

Die Weiterbildung vermittelt, wie Beschäftigte in der Sozialen Arbeit zivilgesellschaftliches Engagement in ihrem Stadtteil stärken und entsprechende Bildungs- und Netzwerkarbeit leisten. Sie erfahren aber auch, wie sie in konkreten Situationen selbst intervenieren und sich dabei schützen können. Unter anderem wird auf spezielle Bedingungen des „StoPpens“ in Einwandererfamilien eingegangen.

„StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ ist ein wissenschaftlich basierter und praxiserprobter Ansatz. Er wurde von Dr. Sabine Stövesand, Professorin für Soziale Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, entwickelt. „StoP“ kommt bereits in mehreren Hamburger Stadtteilen erfolgreich zum Einsatz (s. stop-partnergewalt.org). Studien belegen, dass eine aufgeklärte Nachbarschaft Gewalt reduziert und Leben retten kann.

Die Teilnahme an der 146 Stunden umfassenden Weiterbildung kostet inklusive aller Unterlagen 1600 Euro (mehrwertsteuerbefreit). Absolventen erhalten ein Weiterbildungs-Zertifikat des Zentrums für Praxisentwicklung (ZEPRA) an der HAW Hamburg.

Quelle: idw-online, Dr. Katharina Jeorgakopulos Presse und Kommunikation
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

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