Der utb-Autor und Sprachwissenschaftler Thomas Niehr ist sich sicher, dass die politische Sprache in Deutschland zunehmend verroht. Die Rechtspopulisten bedienten sich einer provokanten und rücksichtslosen Sprache und Politiker etablierter Parteien würden dann versuchen sprachlich noch eins draufzusetzen. Während die AfD als lautstarke Opposition von ihren Provokationen profitiert, stürzte die CSU im Mai jedoch auf ihr Rekordtief von 27 Prozent. Es fehlten vielen Anhängern wohl die Taten zu den großen Reden.
Thomas Niehr empfiehlt sich die Konsequenzen des Gesagten bewusst zu machen. Die Begriffe „Flüchtlingswelle“ oder „–lawine“ würden zum Beispiel ein Bild der Bedrohung schaffen und die Frage ausblenden, warum jemand sein Leben aufs Spiel setzt, um nach Europa zu gelangen. Die Medien seien in einer schwierigen Lage. Einerseits müssten sie umfassend über die Provokationen der Rechtspopulisten berichten. Mit der Konsequenz, dass deren gesellschaftspolitische Bedeutung hervorgehoben wird. Andererseits dürften sie sich nicht von den Rechtspopulisten für deren Zwecke missbrauchen lassen.

Quelle: Frankfurter Neue Presse

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