Vor allem während der langen Prüfungsphase oder beim Schreiben von Hausarbeiten braucht man sie – die Motivation. Doch gerade hier lässt sie oft schnell nach. Zum Glück gibt es Techniken um sie zurückzuholen und so leichter durchs Studium zu kommen.

Die Motivation erhalten

Motive sind eine Art Triebfeder des Wollens, die Sie zu einer bestimmten Verhaltensweise veranlassen. Wenn Sie richtig motiviert sind, haben Sie Interesse, die Leistungsforderung zu erfüllen. In den ersten Semestern kommen die Studierenden sehr motiviert an die Hochschule, nach kurzer Zeit macht die erste Begeisterung nüchternem Realismus Platz. Studierende stellen fest, dass sie viel lernen müssen, es viel schwieriger ist als in der Schule, viele Fächer schlicht leidige Pflicht sind. Wenn Sie sich keine klare Vision, Mission und Ziele gesetzt haben (…), ist Hals über Kopf der große Frust zu verzeichnen (…)

1 Die Belohnung als Anreiz

Die Wichtigkeit von positiven Emotionen beim Lernen (…) wurde bereits mehrfach betont. Motivationsanreize können auch durch das Setzen von Belohnungen aufkommen. Wenn etwa ein bestimmter, wichtiger Arbeitsabschnitt in einer Projektgruppe erledigt ist, belohnen sich die Mitglieder mit einem kleinen Event. Das kann ein Gang in den Zoo, ein Wellness-Tag, ein langer Kaffee mit Freunden oder ein Kinobesuch sein.  Keine PseudobelohnungenDie Belohnung darf nicht künstlich gesetzt sein, d.h. ein Kinogang darf nicht nur zur Belohnung werden, weil Sie ihn sich vorab verboten haben. Belohnungen sollten also keine Pseudobelohnungen sein, sondern positiv gegenüber dem Normalfall herausstechen. Ansonsten erteilen Sie sich vorher extra eine Strafe – nur, um von einer Belohnung sprechen zu können. Belohnen muss also immer etwas Außergewöhnliches sein. Schon die Definition dieser schönen Gegebenheiten kann Freude bereiten. Beim Erreichen besonderer Meilensteine kann man sich sogar ein absolutes Highlight setzen, z.B. einen mehrtägigen Städtetrip.

Welche Dinge eignen sich zur Belohnung?

Man kann sich auch mit Dingen belohnen, die bei jedem Lernschritt wieder motivieren. Dies können besonders ansprechende Schreibmaterialien, ein kreativer Notizblock oder ein schneller PC mit schönem Design sein. Vergessen Sie nicht, die Belohnung unmittelbar nach dem gewünschten Verhalten einzulösen, sonst kann sie dem Erfolgserlebnis gefühlsmäßig nicht mehr so gut zugeordnet werden. Infolge der Belohnungseinlösung werden auch Endorphine, so genannte Glückshormone, freigesetzt. Diese haben eine entfernt dem Opium verwandte Wirkung und mildern depressive Tiefs ab. Belohnungen verhindern, dass man das Studium als Last oder Tretmühle sieht. Sie sollten aber nur eingelöst werden, wenn das fixierte Ziel wirklich erreicht wurde.

2 Lächle Dich froh!

Forscher haben belegt, dass positive Gesichtsmuskelbewegungen das eigene emotionale Erleben bestärken. Im Rahmen der Facial-Feedback-Hypothese (Strack, Martin & Stepper 1988) wurde festgestellt, dass Personen, die während einer Veranstaltung zum Lächeln angeregt werden, diese nachträglich als positiver empfinden als Probanden, die keine positiven Gesichtsausdrücke haben. Man signalisiert dem Gehirn also, dass ein Grund für gute Laune besteht. Erschrecken Sie nicht, Sie brauchen in der Lehrveranstaltung nicht wie ein Smiley herumzusitzen. Ein solches Verhalten wirkt auch etwas seltsam auf Dozierende und Mitstudierende. Nichtsdestotrotz kann man versuchen, angespannte Gesichtszüge zu vermeiden und hin und wieder ein Lächeln einzustreuen.

3 Mit Tiefen im Studium umgehen

Es gibt immer wieder Situationen, bei denen man am Ende des Tages denkt, „heute habe ich überhaupt nichts geschafft“. Kommt dieses Klagen nur selten vor, ist es nichts Ungewöhnliches – ja geradezu menschlich. Wenn man jedoch über längere Zeit solche negativen Gefühle aufbaut, kann das Selbstwertgefühl sehr darunter leiden. In solchen Fällen müssen unterstützende Maßnahmen schnellstens getroffen werden.

Studi-Tipp:

Tageserfolge notieren Schreiben Sie z.B. am Ende eines jeden Tages zehn Aspekte auf, die Sie erledigt haben:1) fünf Artikel gelesen und zusammengefasst, 2) Ablagesystem optimiert und dabei drei Ordner zusammengefasst usw.
Eine weitere Maßnahme zur Kennzeichnung eigener Tageserfolge wäre, einen gelungenen Moment mit dem Handy zu fotografieren. Sehen Sie sich das Bild am Abend noch einmal an und sagen zu sich, dass Sie etwas Tolles erreicht haben. Kleinste positive Erinnerungen an Ihre Fähigkeiten können ein Motivationsschub sein.

noch ein Studi-Tipp:

Ziele überprüfen Prüfen Sie, ob Ihre Zielformulierungen vielleicht nicht zu ambitioniert waren. Eventuell müssen Sie Ziele flexibel umformulieren. Demotivieren Sie sich in Zukunft nicht selbst mit den Zielformulierungen. Ambitioniert ja, überambitioniert: Nein.

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Kundenmeinung von Sonja Graf

Ratgeber für Studierende

Nach dem Durchlesen dieses Buches war ich ein bisschen traurig, dass ich dieses Buch erst am Ende meines Studiums in die Hände bekommen habe. Im Buch sind verschiedene Methoden und Techniken dargestellt, die das studentische Leben bereichern und vor allem erleichtern können. Die zahlreichen Methoden aus Zeitmanagement sowie Lese-, Lern- und Ordnungstechniken ermöglichen mir, die Zeit jetzt effektiver zu nutzen, richtig Ziele zu setzen und mich in der Endphase des Studiums zu organisieren und Aufgaben zu strukturieren. Es fällt mir einfacher mich optimal auf eine Prüfung vorzubereiten, die Hausarbeit zu schreiben sowie gleichzeitig Hobbies nachzugehen.
Das Beste in diesem Buch ist, man soll nicht das Buch von Anfang an bis Ende lesen, sondern jedesmal das benötigte Kapitel aussuchen und entsprechende Seiten durchgehen.
Ich würde dieses Buch jedem Studierenden empfehlen am Anfang des Studiums zu lesen, Ratschläge ernst zu nehmen und sie gleich umzusetzen. Es spart auf jeden Fall sehr viel Zeit und vor allem Nerven


Kundenmeinung von Anke Binder

Rundum Ratgeber – nicht nur für Studienratgeber

Rödiger Voss deckt in diesem Ratgeber nahezu alle Bereiche eines erfolgreichen Studentenlebens ab. Er gibt Hilfestellungen, die eigene Einstellung zu analysieren und zu optimieren, stellt Methoden des Zeitmanagements sowie Lern- und Lesetechniken vor und stellt Möglichkeiten des erfolgreichen Selbstmarketings schon während des Studiums vor. Auch vermeintlich nebensächliche Bereiche wie die richtige Ernährung, Sport und ein zweckmäßiges Lernumfeld kommen zur Sprache.
Bei der Vielzahl der Themen versteht sich von selbst, dass einige auf 173 Seiten nur angerissen werden. Für die Vertiefung einzelner Themen steht aber ein umfangreiches Quellenverzeichnis zur Verfügung.
Sicher sind nicht alle Tipps für jeden Studierenden zweckmäßig oder umsetzbar, aber der Studi-Coach gibt viele Anregungen, wo man das eigene Lernverhalten ändern oder optimieren kann.
Bei mir jedenfalls wird er einen prominenten Platz im Regal bekommen und ich bin sicher, dass ich ihn im Laufe meines Studium noch oft in die Hand nehmen und das ein oder andere Thema noch einmal aufgreifen werde.

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