Ein Literaturverzeichnis ist fester Bestand jeder wissenschaftlichen Arbeit. Darin wird über die bei der Erstellung benutzte Literatur Auskunft gegeben. Matthias Karmasin und Rainer Ribing erläutern in Ihrem utb-Band

» Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, was ihn ein Literaturverzeichnis gehört und wie es aufgebaut ist.

Matthias Karmasin, Univ.-Prof. Mag. DDr., ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Mag. Rainer Ribing ist Abteilungsleiter in der Bundeswirtschaftskammer (WKO) und lehrt an der Fachhochschule Wien.

Inhalt

Generell sind im Literaturverzeichnis nur Werke anzugeben, die auch im Text zitiert werden. (Dies gilt natürlich nicht, wenn der Gegenstand der Arbeit in der Literatursuche selbst besteht; wenn also das Thema z.B. lautet: »Medienökonomie seit 1980 – eine Auswahlbibliographie«.)

Versuchen Sie nicht, das Literaturverzeichnis dadurch kompetenter wirken zulassen, indem Sie Werke anführen, die Sie gar nicht gelesen haben. Des Öfteren tauchen dort nämlich Publikationen auf, die mit dem Thema nichts zu tun haben und die offensichtlich aus der Literaturliste eines anderen Autors übernommen, im Text aber nicht zitiert wurden.

Das Literaturverzeichnis enthält prinzipiell alle verwendeten Publikationen, also Monographien, Bücher, Sammelbände, einschlägige Fachzeitschriften, Lexika, Handbücher, Diplomarbeiten, Dissertationen, Habilitationen sowie publizierte Konferenzberichte, Papers von Institutionen (z.B. EU), Festschriften etc. Quellen, die Sie bereits mit Vollbeleg zitiert haben, werden im Literaturverzeichnis nicht nochmals angeführt. Wenn Sie oder Ihr Betreuer es aber wünschen, können Sie diese Quellen natürlich im Literaturverzeichnis, aber dann am besten in eigenen Rubriken (Quellen ohne Verfasser, Internetquellen, Zeitungen, Radio- und Fernsehbeiträge etc.) angeben.

Matthias Karmasin/Rainer Ribing: Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. S. 128

 Anordnung

  • Sämtliche Veröffentlichungen werden in alphabetischer Reihenfolge nach dem Familiennamen des Autors geordnet bzw. bei mehreren Autoren nach dem ersten Autor. (Das Verzeichnis kann zur besseren Übersicht statt block- auch linksbündig angelegt werden.)
  • Quellen ohne Verfasser (etwa Berichtsbände, Zeitungsartikel etc.) werden (am besten in einer eigenen Rubrik, s.o.) nach dem Anfangsbuchstaben des ersten Titelwortes gereiht.
  • Im Falle einer bibliographischen Arbeit kann eine chronologische Darstellung von Quellen (Sortierung nach Jahreszahl) gewählt werden; etwa um zu zeigen, wie sich z.B. der Begriff »Medienökonomie« in den Auffassungen der untersuchten Autoren entwickelt hat.

Für die Verzeichnung von Büchern und von Aufsätzen in Literaturverzeichnissen gibt es unterschiedliche Konventionen.

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