Die Internet-Recherche ist seit einigen Jahren der am nächsten liegende Weg, um Informationen aller Art zu suchen. Das Internet kann auch bei der Recherche für das Studium oft weiterhelfen. Allerdings ist zu beachten, dass noch längst nicht alle wissenschaftlichen Informationen mit einer einfachen Internet-Recherche gefunden werden können.

Wie man bei der Internet-Recherche Suchmaschinen sinnvoll einsetzt, erläutern Norbert Franck, Joachim Stary und Martin Kornmeier in ihren utb-Bänden Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens und Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht.

Wie funktionieren Suchmaschinen?

Es gibt kein zentrales Verzeichnis aller Informationen im Internet. Es ist jedoch möglich, mit Suchmaschinen einen großen Teil (nie alle!) der existierenden Internetseiten nach bestimmten Wörtern zu durchsuchen. Suchmaschinen für das Internet greifen in aller Regel nicht auf eine Liste von redaktionell ausgewählten Angeboten zurück, sondern benutzen einen automatisch erstellten Index.

Dazu durchstöbern spezielle Suchroboter (»Spider«) alle ihnen zugänglichen Internetseiten, indem sie systematisch den Verweisen (»Links«) nachgehen und so auf immer neue Seiten stoßen. Außer den im WWW vorherrschenden HTML-Dokumenten erfassen Suchmaschinen noch weitere Dokumenttypen wie das Portable Document Format (PDF) oder Formate von Office-Programmen wie Word (DOC) oder PowerPoint (PPT), in speziellen Suchmasken auch Abbildungen.

Startseite und Suchregeln von Google

Die bekannteste Suchmaschine ist Google, die über einen der größten Indizes verfügt, vor allem aber wegen ihrer Schnelligkeit und guten Trefferanzeige herausragt. Verglichen mit anderen Suchmaschinen wirkt der Startbildschirm von Google sehr übersichtlich und besteht in erster Linie aus einer Eingabezeile für die Suchbegriffe. Sie werden stets mit dem Booleschen Operator UND miteinander verknüpft, das heißt, alle eingegebenen Suchbegriffe müssen in einer Webseite vorkommen, um zu einem Treffer zu führen.

Wenn ein Begriff auf keinen Fall vorkommen soll, kann man ihn durch ein vorangestelltes Minuszeichen ausschließen. Wörter, die in einer bestimmten Reihenfolge direkt nacheinander vorkommen sollen, lassen sich mit Anführungszeichen zu einer so genannten »Phrase« zusammenstellen.

Suchmaschinen präsentieren ihre Ergebnisse in einer Liste, die zunächst etwa 10 (so bei Google) oder 20 Treffer aufführt. Gibt es mehr Treffer, erscheinen sie auf weiteren Seiten.

Da viele Benutzer nicht mehrere Seiten mit Suchergebnissen durcharbeiten wollen, versuchen die Betreiber von Suchmaschinen, die Ergebnisse nach Relevanz zu sortieren, um die wichtigsten Treffer nach oben zu setzen. Die genauen Regeln, nach denen dies geschieht, sind Geschäftsgeheimnis des jeweiligen Betreibers und nicht öffentlich dokumentiert, auch um Missbrauch zu vermeiden.

Internet-Recherche: Suchtipps für Google & Co.

  • Der Index ist im Regelfall nie tagesaktuell, weil eine vollständige Aktualisierung mehrere Wochen dauert.
  • Suchmaschinen decken nicht alle vorhandenen Internetseiten ab, weil sie nur das finden, was von irgendwoher verlinkt ist.
  • Inhalte in Datenbanken oder in zugangsbeschränkten Angeboten können nicht erfasst werden (man spricht mitunter vom »deep web«, das sozusagen »unter« den frei verfügbaren Seiten liegt). Das betrifft insbesondere viele wissenschaftlich relevanten Dienste (Bibliothekskataloge, bibliografische und Faktendatenbanken) und sollte bei der Recherche nach Informationen für das Studium immer berücksichtigt werden.

Hinweise zur Auswertung von Trefferlisten

Verständlicherweise wollen Betreiber von Internetangeboten ihre Seiten in den Ergebnislisten möglichst weit oben unterbringen und greifen dabei teilweise zu unfairen Mitteln, gegen die sich die Suchmaschinen zur Wehr zu setzen versuchen – nicht immer mit Erfolg! Deshalb ist es oft ratsam, sich nicht auf die ersten Treffer zu beschränken, sondern zu überprüfen, ob weiter unten in der Liste noch relevante Angebote erscheinen. Bei Ergebnislisten mit mehreren tausend Treffern sind dem natürlich Grenzen gesetzt, und Sie sollten versuchen, Ihre Anfrage etwas spezifischer zu formulieren.

Viele Suchmaschinen nehmen bezahlte Werbung auf, um sich zu finanzieren. Im Idealfall sind diese Anzeigen deutlich vom restlichen Inhalt getrennt. Mitunter erscheinen sie jedoch wie ein normaler Treffer in der Ergebnisanzeige.

Ohnehin gilt generell: Informationen aus dem Internet müssen noch kritischer hinterfragt werden, als dies beim wissenschaftlichen Arbeiten sowieso erforderlich ist. Suchmaschinen können, anders als redaktionell betreute Portale, keine Qualitätskontrolle vornehmen.

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Kundenmeinung von Elisa Sammarco am 31.05.2016    ★★★★★

Der Vergleich des Backens eines Gugelhupfes mit dem Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist erfrischend und leitet spielerisch zur Materie hin. Diese Analogie fungiert als roter Faden innerhalb des Werkes und erläutert so alle wichtigen Schritte des Schreibprozesses. Das Werk ist verständlich geschrieben und wird durch viele Beispiele, sowohl wissenschaftliche Fallbeispiele als auch Erfahrungen, die der Autor in seinem universitären Alltag sammeln konnte, unterstützt. Da Martin Kornmeier sich mit dem kompletten Prozess des wissenschaftlichen Schreibens befasst, tauchen in dem Werk viele Aspekte wie beispielsweise die Recherchearbeit auf, die den Lesern wahrscheinlich bereits bekannt sind. Es werden hier jedoch viele hilfreiche Tips und Tricks bereitgestellt, die auch bekannte Teilbereiche erleichtern und das spätere Ergebnis verbessern. Insgesamt eine zu empfehlende Arbeitshilfe für Studenten und andere wissenschaftlich Interessierte.


Kundenmeinung von Judith am 24.05.2016   ★★★★★

Dieses Buch bringt die Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit perfekt auf den Punkt! Es ist leicht verständlich geschrieben und klar strukturiert; die Kapitelüberschriften sind vielfach als Frage formuliert, wodurch man direkt an den Schreibprozess anknüpfen kann.

Das entworfene „Gugelhupf-Prinzip“ ist eine sehr gut durchdachte Metapher, die den Vorgang der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit praxisnah und prägnant veranschaulicht und dabei leicht einen Bezug zur eigenen Arbeit herstellbar macht.

Inwieweit das Niveau für Masterarbeiten oder Dissertationen angemessen ist, kann nicht pauschal gesagt werden, bis zur Erstellung einer Bacherlorarbeit ist dieses Buch einer der besten Grundlagen auf dem Markt und daher eine absolute Empfehlung für jeden Studenten, der sich fundierte Kenntnisse aneignen möchte. Dieser Ratgeber ist die beste Hilfe zur Selbsthilfe, da er insbesondere die Denk- und Arbeitsprozesse hinter der Arbeit sichtbar macht und somit Hexenwerk zu Handwerk wird.

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Kundenmeinung von E.L. am 6.02.2017  ★★★★★

ieses Buch ist ein MUSS für jeden Einführungskurs in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. Das Buch ist inhaltlich immer wieder auf den neuesten Stand gebracht worden und große Teile daraus verwende ich als Pflichtlektüre für meinen Kurs. Das einzige, das man vielleicht bei diesem Klassiker generalüberholen könnte, wäre das Layout.

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